Kunstschule Bad Essen stellt aus „Winter ade“ in der Mädchenschule Ostercappeln

Von Christa Bechtel



Ostercappeln. Sie ist farbenfroh, von verschiedenen Techniken geprägt, mal mit heiteren, sinnlichen oder einfühlsamen gegenständlichen, sehr fantasievollen, aber auch abstrakten Motiven: Die neue Ausstellung des Kulturrings Ostercappeln (Kurios) in der Alten Mädchenschule am Kirchplatz in Ostercappeln. Unter dem Motto „Winter Ade“ präsentieren sich dort 13 Künstler der Kunstschule Bad Essen.

Für den musikalischen Rahmen sorgte zur Vernissage Max Brockschmidt an der Gitarre.

Elke Brockschmidt, Erste Vorsitzende der Kunstschule Bad Essen, habe die Idee zu dieser Ausstellung gehabt, erklärte Kurios-Vorsitzende Susanne Winkler. „Sie ist leider heute nicht da, ist aber live zugeschaltet aus der Türkei. Das hatten wir noch nie“, sagte Winkler lachend. „Kann man das für das nächste Mal bestellen“, meinte ein Besucher scherzhaft. Ebenfalls neu war: „Dass wir erstmals zwei junge Servicedamen haben, die uns mit Getränken versorgen“, blickte die Vorsitzende auf Nora und Johanna.

Gemeinschaftsausstellungen

„Wir sind das normalerweise nicht gewohnt, dass wir in dieser Form ausstellen dürfen“, hob Heinz-Jürgen Nepke, Zweiter Vorsitzender der Kunstschule Bad Essen hervor und ergänzte: „Es gibt die Einzelausstellungen bei uns im Rathaus und einmal im Jahr im Sommer Gemeinschaftsausstellungen. Aber ansonsten treten wir so gemeinsam nicht auf, weil wir bislang keine Gelegenheit dazu hatten.“ An der Kurios-Ausstellung beteiligen sich Elke Brockschmidt, Eva-Maria Flucht, Sabine Freker, Bettina Göbeler, Rixte Haro, Helga Helms, Eva Hüsemann, Aggi Natemeyer, Heinz-Jürgen und Iris Nepke, Jutta Niehaus, Helga Rössler und Irene Wagenfeld.

Licht und Lebensfreude

„Wir haben hier Leute, die aus Freude in ihrer Freizeit malen“, betonte Beisitzerin Iris Nepke, auch verantwortlich für die Ausstellungen in der Rathausgalerie Bad Essen, die in die Ausstellung einführte. Jeder habe so seine eigene Art gehabt, „dieses Thema aufzuarbeiten oder in seinem Fundus zu schauen, was dazu passt.“ Mit „Winter ade“ verband Iris Nepke auch das gleichnamige uralte Kinder- und Frühlingslied, dessen Text von Hoffmann von Fallersleben aus dem Jahr 1835 stammt. „Das heißt, wir sind an der Schwelle zwischen Winter und Frühling“, erläuterte die Bad Essenerin, dass es die ersten Blumen gebe. Hier wies sie auf einige Aquarellbilder, die beispielsweise Schneeglöckchen und Krokusse zeigen. Und: „Das Licht und die Lebensfreude kommen zurück.“

Bewegung des Pinsels

In die Kunstschule Bad Essen gehe man, „um seinen Kopf frei zu kriegen, um mal ganz etwas anderes zu tun. Und man merkt, auch wenn man vorher gesagt hat, ‚ich kann das nicht‘, dass man doch etwas kann, etwas leisten kann. Wir werden es wohl nie schaffen, außer Bettina (Göbeler), die den Schwan gemalt hat, so präzise zu malen. Aber darauf kommt es nicht an“, unterstrich Iris Nepke. Was wichtig sei, sei die Auseinandersetzung mit der Farbe, die Bewegung des Pinsels, „mit der man sich auch ausleben kann.“ Dazu biete die Kunstschule Bad Essen verschiedene Kurse an, „die meistens über ein Wochenende gehen.“

Technik des Linolschnitts

Habe man seine eigene Technik gefunden, könne man in verschiedenen Ateliers arbeiten. „Das heißt, da wird nicht unterrichtet, sondern man bringt sein Malzeug mit, malt in der Gruppe, was sehr viel Spaß macht.“ An dieser Stelle wies Iris Nepke auf drei Arbeiten, die in der klassischen Ölmalerei entstanden sind. Diese Technik benötige sehr viel Geduld, Hinwendung und Begeisterung, da sie sehr zeitaufwendig sei. Des Weiteren stellte sie Werke vor, die in der grafischen Technik des Linolschnitts entstanden.

Bis zum 3.März

Zur Ausstellung steuerte Iris Nepke auch eigene Werke bei, wie die Schneelandschaft „Nordsee im Winter“ oder, sehr farbenfroh, die Nachmittagssonne im März in einem Hafen auf Hiddensee. Bis zum 3. März kann die Ausstellung täglich von 15 bis 17 Uhr in der Alten Mädchenschule in Ostercappeln besucht werden


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