Spiritualität in Dur und Moll Marie Pieck kam aus Liebe zum Meer ins Wittlager Land

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Mystische Klänge vor mystischem Hintergrund: In besonderen Gottesdiensten setzt Marie Pieck gern die Harfe ein. Foto: Kerstin BalksMystische Klänge vor mystischem Hintergrund: In besonderen Gottesdiensten setzt Marie Pieck gern die Harfe ein. Foto: Kerstin Balks

Bad Essen/Ostercappeln/Schwagstorf. Sie ist ein Neuzugang in der Pfarreiengemeinschaft und dabei doch eine „alte“ Bekannte: Seit vergangenem Oktober ist Marie Pieck nach einer Pause während der Erziehungszeit ihrer Kinder wieder als Gemeindereferentin tätig.

Dass Marie Pieck und ihr Mann Olaf in unserer Region gelandet sind, hängt mit beider Liebe zum Meer zusammen. Nun ist zwar der Rand der Norddeutschen Tiefebene noch lange nicht Küste, aber Marie Pieck kann den Zusammenhang schlüssig erklären. „Unser Traum war es, an einem Ort zu leben, von wo aus man spontan für einen Tag an die See fahren kann“, erzählt die aus Witten stammende 41-Jährige. Dass ihre Wahl dann aber ausgerechnet auf Osnabrück fiel, ist dem Bildungsangebot des Bistums zu verdanken. Nach ihrem Studium der Religionspädagogik in Paderborn absolvierte Marie Pieck nämlich eine Fortbildung als Kirchenmusikerin – und zwar nicht etwa für Orgel, sondern für Chormusik und da ist das Bistum Osnabrück eine der wenigen Diözesen, die eine solche Ausbildung ermöglicht.

Irische Harfe

Glaube und Musik gehören für die in Voxtrup lebende Mutter dreier Kinder eng zusammen. Sie ist religiös geprägt, ihr Vater war Organist; in die Kirche zu gehen und die christlichen Feste im Jahreskreis zu begehen, war selbstverständlich. „Dabei habe ich immer gespürt, dass Spiritualität viel mit Klang zu tun hat, sowohl laut, als auch leise – als Frohe Botschaft im mitreißenden Lied, aber auch in der Besinnung mit meditativen Klängen“, berichtet sie. Dass Musik die Herzen öffnet, macht sie sich denn auch bei der Gestaltung von Gottesdiensten, Andachten oder anderen geistlichen Begegnungen zunutze.

Als Chorleiterin und Instrumentalistin, sie spielt die irische Harfe, stehen Marie Pieck die musikalischen Mittel zur Verfügung, um die jeweilige, dem Anlass entsprechende Stimmung zu verstärken, wobei sie auch schon einmal unkonventionelle Wege beschreitet. So hat sie bei einer Krippenfeier die Muttergottes in den Fokus gerückt und dabei mit den Teilnehmern Marienlieder angestimmt – eigentlich typisch für den Monat Mai, wurden diese dann eben im Dezember angestimmt.

Ökumenische Angebote

Gerade Kinder seien sehr offen und unvoreingenommen und so wünscht sie sich von Kirche mehr Angebote für den Nachwuchs. „In der Marienkirche in Bad Essen haben wir für Kinder während des Gottesdienstes wunderschöne Ausmalbilder. Eltern und Kinder freuen sich über das Angebot, sie fühlen sich dadurch eingeladen“, schildert sie ihre Erfahrung. Dass Kirche auf die Menschen zugehen muss, ist ihre feste Überzeugung. Und so ist sie auch eine überzeugte Befürworterin der Ökumene.

In der Pfarreiengemeinschaft von Bad Essen, Ostercappeln und Schwagstorf bekleidet Marie Pieck eine Teilzeitstelle. Bereits von 2004 bis 2006 war sie in St. Lambertus Ostercappeln als Gemeindeassistentin beschäftigt und leitet seitdem den Chor von St. Marien in Schwagstorf. Seit einem Chorprojekt, das sie 2017 für alle drei Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft organisierte, ist sie auch als Leiterin der Schola in Bad Essen aktiv. Und auch privat ist sie musikalisch unterwegs: Unter dem Titel „Cherubima“ gestaltet sie Lieder- und Märchenabende, gastiert bei Konzerten, Lesungen, Hochzeiten und anderen Festen mit Gesang sowie am Klavier, an der Gitarre oder eben auch an besagter irischer Harfe.

Ihre Begeisterung für den Glauben, die Musik und die Spiritualität möchte sie gern mit der Gemeinde teilen. „Besonders am Herzen bei meiner Arbeit liegen mir aber ökumenische Angebote und besondere Gottesdienste für Kinder und Familien“, bekennt sie.


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