Dank des Bundespräsidenten Prof. Dr. Winfried Hardinghaus im Schloss Bellevue

Von Daniel Meier und Andreas Schnabel

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Beim traditionellen Neujahrsempfang im Berliner Schloss Bellevue hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Prof. Dr. Winfried Hardinghaus (links) gedankt. Foto: DHPVBeim traditionellen Neujahrsempfang im Berliner Schloss Bellevue hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Prof. Dr. Winfried Hardinghaus (links) gedankt. Foto: DHPV

Berlin/Ostercappeln. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Gründer von Spes Viva sowie Ärztlicher Leiter der Palliativmedizin am Marienhospital Osnabrück der Niels-Stensen-Kliniken, beim Neujahrsempfang im Schloss Bellevue für sein Engagement gedankt.

Prof. Dr. Hardinghaus, der auch ehrenamtlicher Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV) ist, sprach bei dem Empfang mit dem Bundespräsidenten sowie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über die Hospiz- und Palliativarbeit.

„Es ist gut zu sehen, wie vertraut viele Politiker heute mit hospizlichen und palliativen Themen sind“, so Prof. Dr. Hardinghaus: „Das ist ein Indiz dafür, wie sich der gesellschaftliche Umgang mit den früher eher stigmatisierten Themen Krankheit, Sterben und Tod geändert hat und dass die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen auch nach dem Inkrafttreten des Hospiz- und Palliativgesetzes vor drei Jahren ein wichtiges politisches Anliegen bleibt.“

Hardinghaus war nach seinem Medizinstudium in Münster und Heidelberg von 1987 bis 2015 Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln und seit 1996 Ärztlicher Direktor der Niels-Stensen-Kliniken Ostercappeln und Georgsmarienhütte. Er begründete 1994 die ehrenamtlich wirkende Palliativ- und Hospizinitiative Spes Viva e.V. (lebendige Hoffnung), die auf der Grundlage einer humanen Sterbebegleitung die Situation Sterbender und ihrer Angehörigen verbessern will. Zahlreiche Krankenhäuser haben das Modell danach übernommen.

In einem Interview zu seiner Verabschiedung in Ostercappeln sagte Prof. Hardinghaus unserer Redaktion: „Es muss in der Gesellschaft und auch in der Politik klarer werden, dass es sich lohnt, mehr für das Leben von seinem Anfang bis zu seinem Ende zu investieren. Das Gesundheitswesen braucht weiterhin auch kleinere Krankenhäuser, wie das Krankenhaus Ostercappeln, die nicht nur effektiv arbeiten, sondern sich in einer besonderen Atmosphäre den Menschen annehmen, sie heilen oder auch nur begleiten. Dazu braucht es im Krankenhaus so etwas wie Demut oder eine echte Dienstgemeinschaft. Denn: Helfen heißt nicht herrschen, sondern dienen.“


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