Weihnachtskonzert mit Zugaben Tempo- und Stimmwechsel in St. Marien Schwagstorf

Von Christa Bechtel

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Schwagstorf. Einen Tag vor Heiligabend hatten der Spielmannszug (Leitung Stephan Vollmer) und die Blaskapelle Schwagstorf (Leitung Markus Strootmann) Jung und Alt zur 17. Auflage des traditionellen Weihnachtskonzertes in die Kirche St. Marien nach Schwagstorf eingeladen. Mit dem beeindruckten sie so sehr, dass das Publikum sie nicht ohne Zugaben gehen ließ.

Ihr Debüt gaben an diesem Abend die Nachwuchsmusiker Petra Grumann, Tenorsaxophon, und Johanna Bick, Altsaxofon. „Spielmannszug und Blaskapelle haben sich wochenlang auf diesen Abend vorbereitet“ sagte Bernhard Dürfahrt, Erster Vorsitzender der beiden Klangkörper

„Süßer die Glocken nie klingen“

Mit „O du fröhliche“ eröffneten beide Ensembles den Konzertabend. Und sogleich waren alle zum Mitsingen aufgefordert, wie später auch zu „Tochter Zion“, allerdings mit Zwischen- und Nachspiel der Bläser in Händel´scher Manier, und „Süßer die Glocken nie klingen“. Mary’s Boy Child“ heißt so viel wie „Marias kleiner Junge“ und erzählt die Weihnachtsgeschichte. Es ist im Calypso Stil geschrieben, der im 20. Jahrhundert auf den Karibikinseln wie Trinidad und Tobago entstanden ist und das der Spielmannszug farbenprächtig vortrug.

Nach dem von der Blaskapelle „Die stade Zeit“ verklungen war, widmeten sie sich dem „Concerto d’Amore“ von Jacob de Haan, das mit Barock, Pop und Jazz drei verschiedene Epochen bzw. Stilrichtungen verbindet. Das Stück, das für zahlreiche wippende Füße und sich im Rhythmus der Musik bewegende Köpfe sorgte, war eine Herausforderung für die Bläser, die zudem noch schnelle Tempo- und Stimmwechsel brillant meisterten.

Literatur zwischen den Tönen

Traditionell stand erneut die „Literatur zwischen den Tönen“ auf dem Programm. „In der ersten Geschichte geht es darum, zu teilen. Nicht das Größte und das Schönste haben zu wollen, sondern dass man auch mit wenig zufrieden sein kann“, sagte Angelika Riese, deren Tochter Sophia die Erzählung von einer Kerze vorlas, die nicht brennen wollte. Später trug Angelika Riese aus dem Buch „Weihnachten relativ“ von Otto Ernst „Roswithchens Weihnachtswunsch“ vor – eine Ziege!

Mit großer Motivation

Mit großer Motivation spielten die Bläser des Spielmannszuges sodann mit „Feliz Navidad“ ihr ganzes Können aus. In gerade mal fünf Minuten hat der Puerto Ricaner José Feliciano diesen fröhlichen, kraftvollen und vor allem unglaublich eingängigen Weihnachts-Popsong. geschrieben, der zum bekanntesten Hit seiner Karriere wurde und der im Repertoire des Spielmannszuges nicht fehlen darf. Einfach nur zum Füßewippen. Ein wunderschönes überwiegend langsames Stück ist „Amen“, das die Blaskapelle mit klanglicher Homogenität zu Gehör brachte. „Colors of the wind“ stammt aus Disneys „Pocahontas“.

Imposanter Ohrenschmaus

„Pavane in Blue“, komponiert vom Holländer Ted Huggens, ist ein sehr schöner langsamer Blues, den die Blaskapelle, vital und genüsslich Farbenreichtum des Werkes auskostend, interpretierte. Ein imposanter Ohrenschmaus ist „Arrival“, das einzige Instrumentalstück von Abba, das Stephan Vollmer bereits als Jugendlicher liebte und das nun „seine Musiker“ exzellent wiedergaben. „Ein Stück, wo wir lange drauf hin geprobt haben und an dem wir als Kapelle gewachsen sind“, kündigte Markus Strootmann dann „Westminster Carol“ an. Mit fließender Melodie und prächtigen Harmonien spiegelte die Blaskapelle damit die Festlichkeit der Feiertage wider, denn das Stück beginnt und endet mit glitzernden Fanfaren.

Donnernder Applaus

„Was bin ich stolz Schwagstorfer zu sein, weil wir so tolle Kapellen in Schwagstorf und der Gemeinde Ostercappeln haben. Das sage ich auch im Namen unseres Bürgermeisters Rainer Ellermann“, betonte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Rohrmann, dessen Aussage mit einem donnernden Applaus unterstrichen wurde. „Ihr wart einfach wieder fantastisch und wir sind stolz, dass wir euch haben“, ergänzte Rohrmann, der Markus Bick eine Spende für die Jugendarbeit überreichte. Abschließend wies Sandra Dürfahrt auf diverse Angebote im Rahmen der Jugendarbeit hin.

Wer Interesse am Erlernen eines Musikinstrumentes hat, erhält nähere Auskünfte bei ihr unter Telefon 0173/2176470 oder per Mail sandra.duerfahrt@gmx.de.


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