Preis der Sparkassenstiftung Eigentümer der Ostercappelner Krebsburg für Restauration geehrt

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Vor dem Herrenhaus: Arne Butt (von links) vom Institut für Historische Landesforschung in Göttingen, Wiebke Dreeßen (Niedersächsisches Amt für Denkmalpflege), Hans-Adam von Hammerstein (Bereichsleiter Sparkasse Osnabrück), die Eigentümer der Krebsburg Johanna und Frederik Rasch sowie Michael Heinrich Schormann (stellvertretender Geschäftsführer der Niedersächsischen Sparkassenstiftung). Foto: Bastian RabeneckVor dem Herrenhaus: Arne Butt (von links) vom Institut für Historische Landesforschung in Göttingen, Wiebke Dreeßen (Niedersächsisches Amt für Denkmalpflege), Hans-Adam von Hammerstein (Bereichsleiter Sparkasse Osnabrück), die Eigentümer der Krebsburg Johanna und Frederik Rasch sowie Michael Heinrich Schormann (stellvertretender Geschäftsführer der Niedersächsischen Sparkassenstiftung). Foto: Bastian Rabeneck

Ostercappeln. Seit 1986 vergibt die Stiftung der Sparkasse Preise für Denkmalpflege. In diesem Jahr darf sich die Familie Rasch über eine Ehrung für die Restauration der Ostercappelner Krebsburg, ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, freuen.

Eigentümer Frederik Rasch zeigte sich mit seiner Frau Johanna sichtlich stolz über die Urkunde, die er von den Vertretern der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Amt für Denkmalpflege entgegennahm. Dennoch musste er schmunzelnd feststellen: „Uns hat der Mut der Ahnungslosen geholfen.“ Der Aufwand, die Krebsburg in seinen historischen Ursprungszustand zurückzuversetzen, habe sämtliche Erwartungen übertroffen und sei ohne Unterstützung des Landes, verschiedener Ämter und dem Architekten-Ehepaar Tonndorf aus Oldenburg nicht möglich gewesen. „Es war ein energieraubendes Projekt. Am Ende hat es sich aber gelohnt. Wir werden positive Spuren hier hinterlassen“, sagte Rasch.

Fünf Jahre für Restauration

Rund fünf Jahre hat die Restauration des alten Gutshauses im barocken Stil in Anspruch genommen. Äußerlich wurde das Gebäude in den vergangenen Jahrhunderten kaum verändert, im Inneren dafür umso drastischer. In den 1970ern hatte die letzte Eigentümerfamilie das Anwesen zum Großteil in einzelne Wohnungen aufgeteilt und an die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HPH) vermietet. So wurde das Gut vorerst zum Heim für Menschen mit Behinderungen. Bauliche Änderungen und barrierefreie Zugänge waren unausweichlich. Als das Ehepaar Rasch die Krebsburg 2011 erwarb, machten es sich die beiden zum Ziel, die historische Architektur wieder herzustellen.

Während der Baumaßnahmen wurden unter anderem die Kunstoffenster gegen Eichenfenster nach historischem Vorbild getauscht, die alten Eichendielen wieder zutage gebracht und der Turm für den Fahrstuhl an der Rückfassade abgerissen. Auch die alte Turmuhr an der Front wurde wieder instand gesetzt und in den Innenräumen Deckenstuck angebracht.

Öffentliches Interesse

Michael Heinrich Schormann, stellvertretender Geschäftsführer der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, betonte bei Übergabe der Urkunde: „Der Erhalt solcher Gebäude ist von öffentlichem Interesse.“ Die historische Bedeutung und architektonische Leistung könne durch die Restauration auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben. Besonders angetan von dem überarbeiteten Herrenhaus war auch Wiebke Dreeßen vom Niedersächsischen Amt für Denkmalpflege. „Unsere Arbeit passiert meist im Vorfeld der Restauration, wenn es darum geht Genehmigungen einzuholen und zu erteilen. Umso schöner ist es, später ein fertiges Objekt wie die Krebsburg betreten zu können.“

Seit der ersten Auslobung im Jahr 1986 haben sich 1320 Denkmaleigentümer um den Preis für Denkmalpflege beworben, 301 wurden mit einer Summe von insgesamt über eine Million Euro ausgezeichnet. Für Familie Rasch ist die Urkunde der Sparkassenstiftung mit einem Scheck über 2500 Euro verbunden. Insgesamt werden 75000 Euro an 17 Preisträger in vier Bezirken überreicht.


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