Ausscheidende Mitglieder verabschiedet Kirchenkreistag Bramsche stellt in Venne Weichen für die Zukunft

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Venne. In der letzten Sitzung des Bramscher Kirchenkreistags in der laufenden Legislaturperiode wurden Weichen für die Zukunft gestellt. Dazu gehörte, ausscheidenden Mitgliedern zu danken und sie zu verabschieden ebenso wie der Beschluss, zukünftig einen neuen Ausschuss, den Kriteriumsausschuss, zu gründen.

Die Sitzung leitete Stefanie Wöhrle, die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenkreistags – die Position des Vorsitzenden ist vakant. Bei der Begrüßung sagte sie: „Ich freue mich, dass zur letzten Sitzung in dieser Zusammensetzung so viele gekommen sind, dass weitere Tische und Stühle herbeigeschafft werden mussten.“ In Richtung der gastgebenden Walburgis-Kirchengemeinde hieß es: „Da zeigt sich die Flexibilität der Venner.“

Die Ergänzung der Tagesordnung, die zu Beginn der Sitzung beschlossen wurde, hatte ebenfalls mit der kommenden Wahlperiode zu tun. Es galt, vier Mitglieder für den Nominierungsausschuss der Landessynode zu wählen. Zusammen mit den Vertretern weiterer vier Kirchenkreise befassen sich Anke Hiltermann-Behling, Jürgen Kuhlmann, Günter Leopold und Stephanie Seger damit Personen zu nominieren, die die Kirchenkreise in der Synode vertreten.

Auftrag abgeschlossen

Über die Ergebnisse der Steuerungsgruppe Gebäudemanagement informierten Pastor Hartmut Weinbrenner und Susanne Steininger. Sie machten deutlich: „Der Auftrag an die Gruppe hat Anfang und Ende – und das Ende ist heute.“ Wichtig war der Steuerungsgruppe, dass die Gebäude nicht allein betrachtet, sondern verfügbares Personal und Finanzen einbezogen wurden. Weinbrenner: „Wir haben etwas zu präsentieren, auf dem der neue Kirchenkreistag aufbauen kann.“

Ziele seien in jedem Fall lebendige Kirchengemeinden und viel Verantwortung vor Ort zu belassen. Der Dialog mit den Gemeinden sei ebenso wichtig wie die Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten. Steininger: „Wichtig sind Kriterien, an denen sich alle entlanghangeln können, um zu einer Entscheidung zu kommen.“ Die Frage, wie sich die Kirchenvorstände das Gemeindeleben in zehn Jahren vorstellten, sei ebenso zu beantworten wie die Einschätzung des Engagements der Gemeindemitglieder (Handwerker bei wichtigen Renovierungen). Fantasie sei wichtig, wenn es finanziell enger werden.

Große Mehrheit

Steininger: „Über Kooperationsräume muss genauso nachgedacht werden, wie über Gemeinden ohne Pastor.“ Es dürfe keine „Geldverbrennungsgebäude“ geben, vielmehr seien Nutzungskonzepte und Anreize zum Erhalt gefragt. Entscheidungen müssten jeweils im Dialog in Rückkoppelung zwischen Kirchenkreis und Gemeinden erfolgen. Steininger: „Es geht um Unterstützung und Hilfestellung, nicht um die Vorgabe: Das müsst ihr jetzt abschaffen.“ Der Empfehlung an den neuen Bramscher Kirchenkreistag, einen Kriteriumsausschuss (möglicherweise mit anderem Namen) ins Leben zu rufen, stimmten die Kirchenkreistagsmitglieder in Venne mit großer Mehrheit zu.

Beziehung zu Gebäuden

Superintendent Hans Hentschel verwies darauf, dass es auch um die Frage gehe: „Welche Beziehung haben die Mitglieder zu ihren Gebäuden?“ Er lobte: „Die Steuerungsgruppe hat eine schlüssige Basis für die Zukunft erarbeitet.“ Darauf gründend müsse weitergearbeitet werden.

Das Beste, was uns passiert ist

Dem Bericht über die Tätigkeit des Ausschusses für Frieden und Gerechtigkeit folgte der des Bauausschusses. Stefan Bergmann erläuterte, dass es gelte, 85 Gebäude im Kirchenkreis zu beobachten und für den Erhalt zu sorgen, Richtlinien für die Bezuschussung zu beachten und im Notfall kurzfristig Hilfe zu ermöglichen. Die Vorsitzende: „Was wären wir ohne den Bauausschuss?“ Susanne Steininger sagte in Richtung Jugendarbeit: „Das beste, was uns passiert ist, ist Stefan Egbert. Der Jugenddiakon hat eine große aktive Gruppe um sich geschart.“ Ziel des Jugendausschusses sei, die Kirchengemeinden so zu unterstützen, dass es überall ein aktive Kinder- und Jugendarbeit geben. „So weit sind wir aber noch nicht“, obwohl das Conficamp, von dem ein Film gezeigt wurde, immer mehr Anklang findet und in die Arbeit vor Ort ausstrahlt.“

Rekordverdächtig

Bei der Verabschiedung der ausscheidenden Mitglieder des Kirchenkreistags sagte Stefanie Wöhrle: „Alle haben viel Zeit, Liebe und Mut für das Amt eingebracht.“ Als kleines Zeichen des Dankes überreichte sie eine Urkunde des Landeskirchenamtes und einen kleinen Engel als Geschenk. Auf die längste „Dienstzeit“ zurückblicken konnten am Mittwochabende in Venne Andrea Wolters (23 Jahre) und Karsten Vehrs (27 Jahre).


Werbeblock des Ortsbürgermeisters

„Einen so guten Werbeblock wie in Venne hatten wir noch in keiner Sitzung“, sagte Stefanie Wöhrle in der Sitzung des Kirchenkreistags Bramsche im Venner Gemeindehaus. Ortsbürgermeister Erik Ballmeyer hatte auf touristische Ziele von der Venner Mühleninsel (mit Trauungen in der Schmiede) bis zum Eisenzeithaus (mit Erlebnispädagogik) verwiesen, die Initiative Sinnvolle Arbeit (ISA) ebenso erwähnt wie das intakte Vereinswesen und die gute Infrastruktur. Dass er nicht flunkerte, konnten die Gäste aus dem Kirchenkreis in einer Venne-Broschüre nachlesen. kem

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