„Deine Stimme – deine Kirche“ Am Wochenende: Gremienwahlen auch im Wittlager Land

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Am Wochenende wählen die katholischen Gemeinden ihre Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte. Unser Foto entstand bei der Wahl vor vier Jahren in Bramsche. Archivfoto: Holger SchulzeAm Wochenende wählen die katholischen Gemeinden ihre Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte. Unser Foto entstand bei der Wahl vor vier Jahren in Bramsche. Archivfoto: Holger Schulze

Altkreis Wittlage. Am kommenden Wochenende, 10. und 11. November 2018, wählen die katholischen Kirchengemeinden im Bistum Osnabrück und im Offizialatsbezirk Oldenburg des Bistums Münster ihre Kirchenvorstände und ihre Pfarrgemeinderäte. Somit auch in den beiden Pfarreiengemeinschaften im Wittlager Land.

Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte – was ist das eigentlich? Rainer Gelhot, Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Ostercappeln-Bad Essen-Schwagstorf, erklärt die Aufgaben des jeweiligen Gremiums: „Während der Pfarrgemeinderat vor Ort jeweils die Verantwortung für das Gemeindeleben wahrnimmt und sich um dessen inhaltliche Ausrichtung kümmert, trägt der Kirchenvorstand die Verantwortung für die finanzielle und rechtsverbindliche Seite.“ Vereinfacht gesagt sind also die Pfarrgemeinderäte für die seelsorglichen Angelegenheiten in ihrer Gemeinde zuständig, die Kirchenvorstände für die Vermögensverwaltung. „Das Zusammenspiel beider Gremien soll dafür sorgen, dass in jeder Gemeinde vor Ort der Glaube in der ganzen Bandbreite erfahrbar ist“, sagt Gelhot. Bandbreite sei auch dadurch gewährleistet, dass sich durch die beiden Aufgabenbereiche, ganz unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen könnten.

Talente-Boxen

Trotz der Themen- und Aufgabenvielfalt und den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, verhält es sich bei der Gremienwahl nicht viel anders als in anderen Bereichen, wo Engagement gefragt ist. „In Bohmte“, so Maria Warhus vom dortigen Pfarrgemeinderat, „war es nicht leicht, Kandidaten zu finden. Oft hörten wir, dass Menschen sich nicht für vier Jahre binden wollen. Viele sind bereit, wohl mal hier und da auszuhelfen, mögen aber nicht so gerne Verantwortung übernehmen.“ Um dennoch genügend und vor allem auch geeignete Kandidaten zu finden, wurden Talente-Boxen in den Kirchen aufgestellt. Hier konnten die Gemeindemitglieder Namen und Talente von und für Kandidaten einwerfen.

„So haben wir es in der Pfarreiengemeinschaft Ostercappeln-Bad Essen-Schwagstorf auch gemacht,“ berichtet Julia Kühling, die dortige Gemeindereferentin. Darüber hinaus habe man aber bereits während des Klausurwochenendes im März bereits auch konkrete Namen gesammelt und die Personen nach und nach persönlich angesprochen, ergänzt ihr Kollege Rainer Gelhot.

Ausdruck des Glaubens

Dennoch, so berichten beide, sei es in Ostercappeln und Bad Essen nicht gelungen, die angestrebte Anzahl an Kandidaten für die Pfarrgemeinderäte zu finden – anders als in Schwagstorf und bei den Kirchenvorständen, wo sich dieses Problem nicht stellte.

In beiden Pfarreiengemeinschaften, so die Verantwortlichen, werde aber deutlich, dass diejenigen, die sich zur Wahl stellen, mit ihrer Kandidatur und dem mit dem Amt verbundenen Engagement, ihrem persönlichen Glauben Ausdruck verleihen möchten. Dies zeige sich zum Beispiel auch daran, dass sich die Kandidaten an einigen Orten auch persönlich in den Gottesdiensten vorgestellt und Fragen beantwortet hätten.

Kirche gestalten

Ein weiteres Anliegen vieler Kandidaten: Kirche im Wandel zu gestalten, wie es ja auch das diesjährige Motto „Deine Stimme – deine Kirche“ ausdrückt. „In Hunteburg“, so berichtet Martina Birnbach vom Hunteburger Pfarrgemeinderat, „haben sich für den Kirchenvorstand acht Kandidaten zur Wiederwahl aufstellen lassen und es wurden zwei neue Kandidaten gefunden. Für den Pfarrgemeinderat kandidieren sieben Kandidaten erneut und vier neue Kandidaten sind auch dabei.“

Rund 630.000 Katholiken in Westniedersachsen und Bremen sind am kommenden Wochenende (10./11. November) zur Wahl ihrer Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände aufgerufen. 400.000 Katholiken im Bistum Osnabrück und 230.000 im Offizialatsbezirk Oldenburg des Bistums Münster können dabei über die Zusammensetzung der beiden Gremien für die nächsten vier Jahre entscheiden, teilte das Bistum am Montag mit. Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der jeweiligen Pfarreien, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind.


Wahllokale und deren Öffnungszeiten für die Gremienwahl 2018:

Hunteburg: Regenbogenkindergarten, Sonntag, 11. November, 10 bis 16 Uhr.

Bohmte: Gemeindehaus Bohmte, Samstag, 10. November, 17 bis 17.45 Uhr und 19 bis 20 Uhr; Sonntag, 11. November, 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr.

Lemförde: Gemeindehaus, Sonntag 11. November, 10 bis 10.45 Uhr und 12 bis 13 Uhr.

Ostercappeln: Pfarrheim, Samstag, 10. November, 15 bis 17 Uhr; Sonntag, 11. November, 9.30 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr.

Bad Essen: Pfarrheim, Samstag, 10. November, 17 bis 20 Uhr; Sonntag, 11. November, 13 bis 16 Uhr.

Schwagstorf: Pfarrheim, Sonntag, 11. November, 9 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr.

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