Motorradsportler „mega happy“ Venner Mertins erst zu Boden, dann aufs Treppchen

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Venne. In seinem Job dreht sich bei der Deutschen Windtechnik alles um das Rotorblatt. In seiner Freizeit dreht sich alles um zwei Räder, genauer er dreht sich auf zwei Rädern, denn seit mehr als 15 Jahren sitzt Hafid Mertins auf dem recht sportlichen Motorrad. Immer mal wieder in Trainings oder einzelnen Rennen in ganz Europa von permanenten Grand-Prix-Rennstrecken bis zu Traditionsstraßenrennen.

Richtig aktiv in einer zusammenhängenden Meisterschaft erst seit 2014, was auch eine finanzielle Frage war. Daheim in Venne von Firmen wie Autohaus am Berg und Moto-Moscow unterstützt, denn es ist und bleibt halt ein Hobby, für den 33-Jährigen „einerseits das geilste der Welt und andererseits das überflüssigste“ was man sich vorstellen kann“.

Angefangen auf Honda ist er seit Jahren immer auf Yamaha unterwegs wegen der Nähe zum Team MGM Racing Performance aus Cuxhaven mit seinem Freund Michael Galinski als deutschen Meister. Und das in 2018 beim Hafeneger Cup in der Klasse Superbike, für ihn im lizenzfreien Bereich die Meisterschaft mit dem höchsten Niveau. Gefahren wird in Brünn und Most in Tschechien, auf dem Slovakiaring in der Slowakei, dem Hockenheimring und zweimal im Motopark zu Oschersleben in insgesamt neun Rennen mit 52 Teilnehmern in seiner Klasse und Meisterschaftspunkten bis Rang 15.

Konstante Zeiten

Und das mit dem Ziel, die Top 15 zu erreichen, wenn es gut läuft die ersten 10. Beim ersten Lauf ging er „zu Boden“, beim zweiten musste er wegen des Jobs passen, was in der Gesamtwertung natürlich Plätze kostet. Auf seiner „Heimstrecke“ in Oschersleben, 300 Kilometer entfernt und damit im Vergleich zum Slovakiaring und Brünn mit über 1000 Kilometern Anfahrt eher ein Katzensprung, ging es rund: Auf Rang 8 qualifiziert führten konstante Rundenzeiten zum hervorragenden 5. Rang als bestes Saisonergebnis bis dato. Selbstbewusstsein getankt und mit viel Motivation ging es zwei Wochen später nach Most.

Wieder auf Rang neun in der Startaufstellung sprach dafür, sich in den Top Ten etabliert zu haben. In den beiden Rennen sprangen Rang 7 und 9 heraus, im zweiten mit dem Handicap von zu wenig Grip am Hinterrad für noch bessere Zeiten.

Beim letzten Meisterschaftslauf der Saison wieder in Oschersleben wollte Mertins Gesamtrang 9 verbessern oder mindestens verteidigen. Es wurde schon im ersten Training eng bei zig Fahrern, die in einer Sekunde unterwegs waren, gerade seine Teamkollegen. Entsprechend gut tat die Anreise seiner Familie mit entsprechendem Daumendrücken. Qualifiziert auf Rang 6, ging es sofort um Podestplätze, lange auf Platz 2 liegend mit spannenden Überholmanövern. „Mega happy“ fuhr der Venner mit persönlicher Bestzeit auf Rang 3 als „tolles Highlight zum Saisonabschluss“ vor obligatorischer Sektdusche bei der Gesamtplatzierung von Rang 8.

Jetzt ist nach der Saison vor der Saison mit einigen Veränderungen bei dem Fakt, „dass ich wieder auf dem Motorrad sitzen werde“, wie Mertins mit strahlenden Augen gesteht.


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