Zurück in die 60er bei Beinker Sanfte Balladen und stürmischer Beat in Vennermoor

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The Beat gehören zu den Stammgästen der Osnabrück Beat-Party. So auch diesmal bei Beinker. Archivfoto: Claudia SarrazinThe Beat gehören zu den Stammgästen der Osnabrück Beat-Party. So auch diesmal bei Beinker. Archivfoto: Claudia Sarrazin

pm/balx Vennermoor. Die „68er“ sind in ihrem diesjährigen Jubiläumsjahr mehr denn je Objekt nostalgischer Betrachtungen wie tiefschürfender Analysen. Mochten die Eltern jener Generation die Ideale ihrer Kinder damals schon nicht nachvollziehen können – ebenso wenig wie der 1970 geborene CSU-Politiker Alexander Dobrindt, der fünfzig Jahre nach 1968 „eine bürgerlich konservative Wende in Deutschland“ fordert – bei der „13. Osnabrücker Beat-Party“ wird der Sprit jener Zeit gefeiert.

Neue Mode, neue Kunstformen, nicht zuletzt neue Töne. 50 Jahre ist das her, die Aufbruchsstimmung verbindet sich heute vor allem mit dem Jahr 1968. Schon drei Jahre zuvor hatte eine Bramscher Tageszeitung geschrieben, man könne „nicht an der Tatsache vorbeisehen, dass bei dem größten Teil der Jugend zur Zeit die Beatrhythmen am beliebtesten sind.“ Weil sie „den jungen Leuten Gelegenheit geben, sich auf dem Tanzboden gründlich auszutoben.“

Die Beatrhythmen haben seit den Jugendtanzabenden bei „Rehmann“ oder im „Wiederhall“ in Bramsche, in der „Wilhelmshöhe“ in Bünde oder im „Old Apple“ in Osnabrück an Beliebtheit keineswegs verloren, wie der anhaltende Erfolg der Veranstaltungsreihe „Osnabrücker Beat-Party“ beweist. „Junge Leute“ aller Generationen nutzen immer wieder gerne die Gelegenheit, zur Musik aus den Sechzigern und Siebzigern zu tanzen. Natürlich werden die Evergreens live gespielt – stilbewusst, rhythmisch und harmonisch, mit begeisterndem Spielwitz und augenzwinkernden Moderationen, in freundlicher Atmosphäre und mit einem sorgfältig abgestimmten Sound.

Easy Rider

Und was tat sich musikalisch im Umwälzungsjahr 1968? Aus dem Vorjahr wehte noch Scott McKenzies sanftes „San Francisco“ herüber. Stürmischer waren die Rolling Stones mit ihrem anzüglichen „Let‘s Spend the Night Together“. Die Beatles sangen in „Revolution“ gegen Hass und Zerstörung jeder Art und bewiesen ihre kompositorische Bandbreite mit der gefühlvollen Ballade „Hey Jude“. Für die Aufbruchstimmung des Jahres 1968 steht besonders die US-Formation Steppenwolf mit ihrem deutschstämmigen Sänger John Kay. Ihr Song „Born to Be Wild“ brachte nicht nur den Filmerfolg „Easy Rider“ auf Touren. Heute ist er aus der Popgeschichte nicht mehr wegzudenken.

Alle genannten Titel werden nicht fehlen, wenn die Bands The Four Lords, Just For Fun und The Beat am 13. Oktober 2018 im Saal Beinker in Vennermoor zur „13. Osnabrücker Beatparty“ bitten. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf zu 16 Euro bei Beinker, an der Esso-Tankstelle Heidmeyer in Bohmte, der Aral-Tankstelle Marenke in Bad Essen, bei Blumen Knollmeyer in Ostercappeln, bei allen Musikern der beteiligten Bands sowie im im Web unter go4-music.de; der Eintritt an der Abendkasse beträgt 19 Euro. Bitte beachten: Tischreservierungen nur telefonisch bei Ralf Schlüwe (go4-music) unter der Rufnummer 0172/6068784.


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