Mehr lernen über die Bienen Schüler aus Ostercappeln sind jetzt Hobbyimker

Von Rainer Westendorf, 10.09.2018, 19:38 Uhr
AG-Leiter und Schüler betreuen gemeinsam die Bienenvölker. Foto: Rainer Westendorf

Ostercappeln. Bienen sind faszinierende Tiere. Zahlreiche Nutzpflanzen sind auf ihre Bestäubung angewiesen. Sie sind wichtig für die Landwirtschaft – und damit auch für die Menschen. Mit Bienen und der Imkerei beschäftigen sich jetzt Mädchen und Jungen der Ludwig-Windthorst-Schule Ostercappeln.

„Mit Beginn dieses Schuljahres bietet die Oberschule im Rahmen der freiwilligen Nachmittagsbetreuung eine Imker AG an“, berichtete Kursleiter Ulf Lemke. Die freiwillige Nachmittagsbetreuung findet jeweils montags und mittwochs an der Schule statt. Die verpflichtenden Angebote stehen dienstags und donnerstags auf dem Unterrichtsplan in Ostercappeln.

Neun Kinder aus drei Klassen

„Aktuell lernen neun Kinder aus den Klassen 5, 7 und 9 die Besonderheiten der Bienen kennen und schätzen“, so der AG-Leiter. Die Bienen „wohnen“ natürlich nicht auf dem Schulgelände. Eine Wiese konnte für die Imker AG gepachtet werden. Der Grundstücksbesitzer war sehr großzügig. Die jährliche Pacht, die zu entrichten ist: ein Glas Honig...

Fünf Trainingsvölker

Die AG betreibt auf dem Areal fünf Trainingsvölker, die schwerpunktmäßig von den Schülern betreut werden. Imker bezeichnen diese Trainingsvölker auch als Ableger. Die Honigproduktion selbst wird durch ein weiteres Wirtschaftsvolk gewährleistet, wodurch durch die Imker-AG auch Honig verkauft werden kann.

In Stadt und Landkreis

Lemke selbst ist seit gut sechs Jahren Hobbyimker. Damals hat sich sein Sohn für die Bienenhaltung interessiert. Dieses große Interesse ist zwar dann wieder abgeebbt, stattdessen begeisterte sich der Vater für dieses Hobby. Womit er in der Region nicht allein ist. Die Zahl der Hobbyimker in Stadt und Landkreis Osnabrück steigt seit geraumer Zeit wieder an.

Durch Zentrifugalkraft

Um Honig zu gewinnen, benutzen die Profis eine Honigschleuder. Das ist eine Maschine, bei der durch Zentrifugalkraft Honig aus Bienenwaben gewonnen wird. Ein solches Gerät besitzt die Ostercappelner Imker-AG seit Kurzem. Die Volksbank Bramgau Wittlage ermöglicht durch finanzielle Zuwendungen den Kauf einer transparenten Honigschleuder, mit der es den Schülern möglich ist, die Abläufe beim Honigschleudern genau zu beobachten. „Das Geld stammt aus den Zweckerträgen des Gewinnsparens“, so Sandra van Zuijlen von der Volksbank. Sie war zu Gast an der Schule und informierte sich über die Arbeit der jungen Hobbyimker.

Mehr lernen über die Bienen

„Wir möchten mehr lernen über die Bienen“, berichten die Oberschüler. Und das können sie nun – in Theorie und vor allem Praxis. Gemeinsam mit ihrem Kursleiter schauen sie auf der Wiese nach den Bienenstöcken. Dazu schlüpfen sie in den schützenden „Imkerdress“. Die Honigbiene kann nur im Verband existieren und überleben. Eine einzeln gehaltene Honigbiene wird trotz bester Haltung und Pflege schon nach kurzer Zeit sterben. Und die Völker brauchen Fürsorge.

Als Volk überwintern

Im Gegensatz zu Wespen, wo nur die Königin überlebt, sind Honigbienenvölker in der Lage, als Volk zu überwintern. Die AG hat also auch in den kommenden Monaten zu tun. In dieser Zeit ernähren sich die Tiere von den im Sommer angelegten Honigvorräten – oder von dem anstelle des durch den Imker entnommenen Honigs gefütterten Zuckerwasser.

In der warmen Mitte

Die Königin bleibt in dieser Wintertraube stets in der warmen Mitte, denn die Bienen heizen mit ihrer Flugmuskulatur und bewahren das Volk vor dem Erfrieren. Die Bienenkönigin wird drei bis fünf Jahre alt. Eine Arbeiterin wird im Sommer nur sechs Wochen alt, schlüpft sie im Herbst und kann überwintern, lebt sie bis zu neun Monate. „Das sind die Winterbienen“, erklärt Lemke. Drohnen, die männlichen Bienen, werden dagegen nur wenige Wochen alt.

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