Tagung in Ostercappeln-Broxten Rotes Höhenvieh hat im Wittlager Land Zukunft

Von Helge Holz

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Venne. Das Rote Höhenvieh steht für eine widerstandsfähige Mittelgebirgsrinderrasse, die auf die Kelten zurückgeht. In älterer Literatur wird die Rasse auch als Keltenvieh bezeichnet. Neben Robustheit wurden und werden den Tieren Genügsamkeit und Fruchtbarkeit, Robustheit und gute Muttereigenschaften zugeschrieben sowie eine außergewöhnliche Fleischqualität.

Der Bundesverband „Rotes Höhenvieh“ hatte zu seiner diesjährigen Tagung nach Broxten in die Gemeinde Ostercappeln eingeladen. So trafen sich die Züchter und Verbandsmitglieder diesmal auf dem Arche-Hof von Lars Degen, um sich vor Ort über die bedrohte Rinderrasse einen Überblick zu verschaffen und zum Gedankenaustausch. Hier lauschten die Anwesenden zunächst einem Vortrag von Dr. Dr. Michael Brackmann aus Schwagstorf, der einen kurzen Überblick über die alte Rinderrasse gab.

Gut 2000 Kühe diese Rasse leben heute bundesweit noch in den Ställen und Weiden, wo sie ebenfalls eine guten Beitrag im Umweltschutz leisten. Gut acht Monate bleibt das Kalb bei der Mutterkuh. In Norddeutschland hat die Rasse allerdings eine immer größere Bedeutung. Das Höhenvieh an sich ist recht genügsam und stark auf den Menschen geprägt.

„Erhalten durch Aufessen“, lautet die Devise, so Josef Spahn, Vorsitzender des Verbands. Anschließend zog die Runde zur Weide von Lars Degen, um sich direkt vor Ort das Rote Höhenvieh aus der Nähe anzuschauen. Keine Frage, dass sich dabei auch die eine oder andere Gelegenheit ergab, gegenseitig Gedanken zu Zucht und Haltung auszutauschen.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war der Besuch des heimischen Kuhmuseums. Ein „Muhseum“ gibt es ja auch nicht so häufig. Im Wittlager Land aber schon.


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