Drei Themenschwerpunkte Ausbildung und Übung der Ostercappelner Wehren

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Ostercappeln. Die Gemeindefeuerwehr Ostercappeln führte eine ganztägige Ausbildungsveranstaltung durch. Bei einer Alarmübung an einem Abrisshaus in Jöstinghausen kam das zuvor Gelernte zur Anwendung. Vertreter aus Politik und Verwaltung verfolgten die Übung.

Rund 50 Feuerwehrkräfte aus den Ortsfeuerwehren Ostercappeln, Hitzhausen, Schwagstorf und Venne trafen sich am Samstagmorgen auf dem Grundstück der Familie Vennemann in Jöstinghausen. Bereits im vergangenen Jahr konnte die Gemeindefeuerwehr dort eine intensive Ausbildung mit anschließender Übung durchführen. In diesem Jahr standen drei Themenschwerpunkte auf dem Ausbildungsplan, die zuvor von erfahrenen Feuerwehrkräften vorbereitet worden waren.

Atemschutzgeräteträger gefordert

Im ersten Teil waren Atemschutzgeräteträger gefordert. Es wurden das Absuchen von Räumen, das Retten von Personen, der Einsatz der Wärmebildkamera und des Sicherungstrupps, das Belüften, das Schlauchmanagement sowie das Verhalten bei Atemschutznotfällen geübt.

Aus offenem Gewässer

Zur Löschwasserentnahme aus offenem Gewässer wurde das Aufstauen eines Fließgewässers als Trockenübung durchgeführt, da der Bach wegen der anhaltenden Dürre ausgetrocknet war. Faltbehälter mit einem Wasservermögen von je 3000 Liter wurden aufgebaut. Von den Faltbehältern aus konnte dann das Wasser über einen Filterkorb angesaugt und weitergepumpt werden. Der THW-Ortsverband Bad Essen unterstützte dabei mit einem Unimog, auf dem insgesamt 3000 Liter Wasser verlastet waren.

Dritter Ausbildungsabschnitt

Das fachgerechte Vorgehen mit Leitern bildete den dritten Ausbildungsabschnitt. Das Aufstellen von Leitern dient der Rettung von Menschen und als Fluchtweg für die Atemschutzgeräteträger, wenn der Rückzug über das Treppenhaus versperrt ist. Drei Kameraden der Feuerwehr Belm waren mit der Drehleiter angefahren. Sie demonstrieren anschaulich, welche Möglichkeiten sich für den Einsatz durch die Drehleiter ergeben und welche Bedingungen für die Zufahrt und den Platzbedarf erfüllt werden müssen.

Gemeinsame Alarmübung

Nach einer Mittagspause begann die gemeinsame Alarmübung. Es wurde angenommen, dass es in dem Wohnhaus zu einem Brand gekommen war und zwei Personen als vermisst galten. In zwei Schüben rückten die Einsatzkräfte mit ihrem Fahrzeugen an. Nun wurde das zuvor in Abschnitten Gelernte zusammengeführt. Unter Atemschutz begaben sich Feuerwehrkräfte in das Gebäude, um die Personen zu suchen und zu retten.

Gleichzeitig wurden Leitern in Stellung gebracht. Auf der Mönkehöfener Straße wurden die Faltbehälter aufgestellt und mit Wasser gefüllt. Von dort aus förderten Pumpen das Wasser zu den Löschfahrzeugen. Eine wichtige Aufgabe bestand darin, die angrenzenden Gebäude vor einem Übergreifen des angenommenen Brandes durch eine Riegelstellung zu schützen.

Rat und Verwaltung

Zur Beobachtung der Übung waren auch Vertreter aus Rat und Verwaltung der Gemeinde Ostercappeln vor Ort. Gemeindebrandmeister Olaf Meyer erläuterte den Gästen den Übungsablauf. Nach rund 45 Minuten waren die Übungsziele erreicht. In der Nachbesprechung dankte Meyer der Familie Vennemann, die ihr Anwesen erneut für die Gemeindeübung zur Verfügung gestellt hatte. Als Vertreter des Bürgermeisters sagte Michael Borgmeier: „Wir haben ein erstaunliches Zusammenarbeiten unserer vier Ortsfeuerwehren gesehen. Dabei wurde der hohe Stellenwert der Ausbildung deutlich.“

Sabrina Borchert als Vorsitzende des zuständigen Fachausschusses ergänzte: „Die ruhige Arbeitsweise war beeindruckend. Jeder wusste genau, was er zu tun hatte. Unsere Feuerwehr ist gut aufgestellt. Wir freuen uns darauf, euch in den nächste Jahren gemäß Feuerwehrkonzept mit viel neuem Material und weiteren Geräten ausstatten zu können.


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