Bebauungsplan wird geändert Das Rathaus Ostercappeln kann erweitert werden

Von Rainer Westendorf

Die Venner Straße in Ostercappeln. Darüber liegt das Feuerwehrhaus mit dem Ratssitzungssaal, der derzeit umfassend saniert wird. Oberhalb wiederum das Rathaus an der Straße „Gildebrede“. Foto: Friedrich LükeDie Venner Straße in Ostercappeln. Darüber liegt das Feuerwehrhaus mit dem Ratssitzungssaal, der derzeit umfassend saniert wird. Oberhalb wiederum das Rathaus an der Straße „Gildebrede“. Foto: Friedrich Lüke

Ostercappeln. Der Ortsrat Ostercappeln hat in seiner jüngsten Sitzung einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr,. 3 „Ostercappeln-West“ getroffen. Dahinter verbirgt sich allerdings kein neues Wohnbaugebiet, sondern der Plan schafft die Voraussetzungen, um das Rathaus erweitern zu können.

Das Plangebiet umfasst eine kleine Fläche im Bereich Gildebrede/Alte Bergstraße. Aufgrund der Beratungen während der Arbeitswerkstatt 2017 – daran nehmen Mitarbeiter der Verwaltung und die Gemeinderatsmitglieder teil – ist mit den notwendigen Planungen für eine Sanierung und Erweiterung des Rathauses Ostercappeln begonnen worden“. Vorgesehen ist langfristig, das Rathaus zu modernisieren und auch anzubauen. „Der Zeitpunkt ist aber noch offen“, so Fachdienstleiter Michael Borgmeier.

Erste Konzeptentwürfe

Um das Vorhaben überhaupt umsetzen zu können, musste der Bebauungsplan angepasst werden. Diese Verfahren dauert laut Borgmeier rund ein Jahr. Mit seinem Beschluss schafft der Ortsrat daher nun die Möglichkeit, die weiteren Schritte anzugehen. Die ersten Konzeptentwürfe sind dem Verwaltungsausschuss bereits in seiner Sitzung im vergangenen Juni vorgestellt worden.

Das Ingenieurbüro IPW

„Die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Erweiterung des Rathauses können mit der Aufstellung einer 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 3 ,Ostercappeln – West‘ geschaffen werden, erläuterte Borgmeier. Diesen Auftrag hat das Ingenieurbüro IPW aus Wallenhorst erhalten. Der Flächennutzungsplan kann im Wege der Berichtigung angepasst werden.

Letzter Anbau 1978

Dass der Verwaltungssitz erweitert werden müsse, sei unbestritten, so der Tenor im Ortsrat. Diesen Handlungsbedarf hätten auch Untersuchungen ergeben. Verschiedene Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung seenn nur schwer einzuhalten. „Es ist eng und heiß“, so Ortsbürgermeister Peter Kovermann. Er erinnerte daran, dass der letzte Anbau 1978 – also vor mittlerweile 40 Jahren – vorgenommen wurde. Bis ein möglicher Anbau realisiert werde, dauere es noch länger Zeit.

Die Nachbargemeinde Bissendorf

Und von einem Neubau wie in der Nachbargemeinde Bissendorf könne ohnehin nicht die Rede sein. Die Gemeindeverwaltung verließ die ehemalige Landwirtschaftliche Berufsschule, ein Provisorium, das der Sitz seit 1968 gewesen war, und hat vor drei Jahren das neue Rathaus am Kirchplatz bezogen.

Renovierung des Ratssitzungssaals

Immerhin: Das Ostercappelner Rathaus wird zwar noch nicht erweitert, aber die umfassende Renovierung des Ratssitzungssaals an der Venner Straße läuft seit dem Frühjahr. Aus dem Sitzungssaal wird der „Bürgersaal“. Im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die erste Gemeinderatssitzung nach den Sommerferien kann dann wahrscheinlich im neuen Bürgersaal stattfinden. Der Saal wurde 1979 gebaut und ist seitdem unverändert.

Das Dorfentwicklungsprogramm

Das Vorhaben ist Bestandteil des Dorfentwicklungsprogramms in der Gemeinde – wird also finanziell gefördert. Die Förderquote für den Bürgersaal beträgt 73 Prozent. Für den Umbau des alten Ratssitzungssaales erhält die Gemeinde 202 000 Euro. Die Fördergelder selbst sind Zile-Mittel – also Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung.


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