Gespräch mit der PlaNOS Bahnhalt Vehrte muss endlich in die Umsetzung gehen

Der ehemalige Bahnhof in Vehrte. Archivfoto: Michael GründelDer ehemalige Bahnhof in Vehrte. Archivfoto: Michael Gründel

Ostercappeln. Für die Reaktivierung des Bahnhaltes in Vehrte, die auch von der Gemeinde Ostercappeln gefordert wird, solle ein zusätzlicher Halt in der Nähe von Marktkauf Belm in die Planung einbezogen werden, um ein besseres Nutzen-Kosten-Verhältnis für die vom Land geforderte Prüfung zu erreichen. Das erfuhren Mitglieder der Initiative „Ein guter Zug für Vehrte“ anlässlich eines Gespräches mit der PlaNOS (Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück).

Mit dem zusätzlichen Potenzial falle es leichter, die Wirtschaftlichkeit nachzuweisen, ist auch die Initiative überzeugt. Ein solches Bahnangebot werde dazu beitragen, Autoverkehr zwischen Belm und Osnabrück zu vermeiden und so die Stickoxidbelastung reduzieren. Hauptanliegen bleibe aber der Bahnhalt in Vehrte.

Regionalexpress-Verbindung

Angesichts der neuen Regionalexpress-Verbindung Düsseldorf-Münster gebe es laut PlaNOS Überlegungen mit den NRW-Verantwortlichen, die freie Haltezeit der Regionalbahn 66 aus Münster in Osnabrück für die Fahrt bis Vehrte zu nutzen. Wenig Möglichkeiten sehe die Landesnahverkehrsgesellschaft, bei der anstehenden Neuausschreibung des Regionalexpress aus Bremerhaven (RE) einen Halt in Vehrte einzuplanen. Aus Sicht der Initiative darf ein RE-Halt jedoch nicht vollständig ausgeschlossen bleiben, um die Bahn auch gen Norden nutzen zu können. Um entsprechende Unterstützung hat die Initiative die Landtagsabgeordneten Lammerskitten und Pott gebeten.

Zügigere Realisierung

Eine zügigere Realisierung fordert die Initiative angesichts der durch die Landesnahverkehrsgesellschaft nicht verbrauchten Regionalisierungsmittel des Bundes. Demnach seien laut jüngstem Bericht der Bundesregierung allein in den Jahren 2015 und 2016 dem Land Niedersachsen bereitgestellte Mittel für den Schienennahverkehr in Höhe von 240 Millionen Euro nicht ausgegeben worden. „Für Projekte wie den Bahnhalt Vehrte muss es endlich in die Umsetzung gehen“, betont deshalb Heinrich Klumpe von der Eisenbahnergewerkschaft EVG.

Mit Zugang und Parkplätzen

Einvernehmen bestehe inzwischen hinsichtlich der möglichen Lage eines 160 Meter langen Bahnsteiges zwischen dem alten Bahnhof und dem neuen Tunnel (Bahn-Kilometer 123,28 – 123,44) mit Zugang und Parkplätzen auf der nördlichen Seite.

Das weitere Vorgehen will die Initiative am Montag, 13. August, ab 20 Uhr in der Gaststätte Kortlüke in Vehrte, besprechen, wozu Interessierte eingeladen sind.


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