Ein Leuchtturm der Geselligkeit Dorothea Brörmann feiert 90. Geburtstag in Ostercappeln

Von Christa Bechtel

Dorothea Brörmann (vorne Mitte) mit den offiziellen Gratulanten Erna Kovermann (von links, Katholische Kirche), Franz-Josef Schulte (OFV Alte A-Jugend 1962/63), Ortsbürgermeister Peter Kovermann und Bürgermeister Rainer Ellermann. Foto: Christa BechelDorothea Brörmann (vorne Mitte) mit den offiziellen Gratulanten Erna Kovermann (von links, Katholische Kirche), Franz-Josef Schulte (OFV Alte A-Jugend 1962/63), Ortsbürgermeister Peter Kovermann und Bürgermeister Rainer Ellermann. Foto: Christa Bechel

Ostercappeln. Strahlend und bei guter Gesundheit beging Dorothea Brörmann, geborene Schindler, am Samstag ihren 90. Geburtstag im Gasthaus Wortmann in Ostercappeln.

Natürlich im Beisein von Verwandten, Freunden, Nachbarn, Abordnungen von Kirche, Sportverein oder Kegelclub. Zu den offiziellen Gratulanten zählten Bürgermeister Rainer Ellermann, Ortsbürgermeister Peter Kovermann sowie Franz-Josef Schulte vom OFV Alte A-Jugend 1962/63, in der ihr Mann Mathias Brörmann spielte.

Fit und fidel

„Ich würde mir wünschen, mit 90 Jahren noch so fit und fidel zu sein“, gestand Rainer Ellermann, der dem „Geburtstagskind“ weiterhin Glück, Gesundheit und Wohlergehen wünschte. „Thea Brörmann – die Heimat verloren, die Jugend eigentlich nie gehabt“, meinte Peter Kovermann in seiner Laudatio. Im Westen habe sie dann einen Mann kennengelernt, „der mit dir ein Leuchtturm der Geselligkeit in Ostercappeln geworden ist. Kein Schützenfest, keine Karnevalsveranstaltung, kein Sportfest ohne Thea und Mathias“, zählte der Ortsbürgermeister nur einige Feste auf. Weiter sagte er: „Thea wir bewundern dich – wie du Auto fährst, wie du dein Leben meisterst, auch ohne Mathias.“

Dorothea Brörmanns Wiege stand in Oppeln in Oberschlesien, wo sie, bis sie 17 Jahre alt war, aufwuchs. „Durch die Flucht bin ich 1945 nach Bohmte gekommen“, erzählt die Jubilarin. Gut zehn Jahre später wurde durch ihre Heirat mit Mathias Brörmann Ostercappeln ihr neues Zuhause.

Die Gesundheit zählt

Als sie nach Bohmte kam, arbeitete sie zunächst für ein Jahr in der örtlichen Gärtnerei Overbeck. Danach war sie 42 Jahre in der Buchbinderei Niemeyer in Ostercappeln als „Anlegerin“ tätig. „Alles was an Akten, Broschüren, Heften vorkam, durfte ich sortieren, kleben – aber auch die Heft- oder Druckmaschine bedienen“, geht „Thea“, wie sie von allen nur liebevoll genannt wird, auf ihre Tätigkeit näher ein. Noch heute ist sie im Sportverein und im Kegelclub. Für die nächsten Jahre wünscht sie sich nur Gesundheit. „Alles andere zählt nicht mehr“, betont die Jubilarin.


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