Interview mit Frank Schulte Kein Nörgeln und Klagen beim OFV in Ostercappeln

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Anpacken als 1. Vorsitzender: Frank Schulte zimmert die Cocktail-Bar. Foto: Winfried BeckmannAnpacken als 1. Vorsitzender: Frank Schulte zimmert die Cocktail-Bar. Foto: Winfried Beckmann

Ostercappeln. Von Nörgeln und Klagen hält Frank Schulte nichts. „Wir sind zufrieden, wenn es so weiterläuft“, sagt der 45-jährige Werkzeugmacher in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des OFV Ostercappeln im Interview unserer Serie mit Vereinsvorsitzenden im Altkreis Wittlage.

Der Handzettel mit dem Aufdruck „Cappeln strandet“ fällt ins Auge in Gestaltung und vom Titel her. Eine neue Art Vereinsfest am 4. August da, wo der OFV zu Hause ist, auf Ihrer Sportanlage Rensmannsfeld?

Ja. Das Vereinsfest gibt es seit einigen Jahren nicht mehr. Wir wollen mit Cocktailbar, Fotobox, Footdruck, Livemusik und anderem mehr mal was Neues versuchen, was sehr gut anläuft. Wir haben zwei Wochen vor dem Termin 270 Tickets verkauft. Bei 400 Besuchern machen wir ein Plus.

Neue Angebote sind nötig in einem aufgeschlossenen Traditionsverein mit aktuell weniger Mitgliedern als vor Jahren?

Wir haben jetzt 880, hatten mal über 1000. Wenn Menschen mit Sport aufhören, blieben sie früher im Verein, heute melden sie sich dann gleich ab. Außerdem haben wir im Bereich Leichtathletik Verluste durch den Tod von Andre Wollherr. Wir haben mal Lauftreff probiert, aber man muss bei allem immer ein Zugpferd haben, wie es Andre war.

Dafür boomt es im Fußball, speziell im Jugendbereich, auch wenn die erste Herrenmannschaft leider abgestiegen ist.

Im Jugendbereich haben wir mehr als 20 Mannschaften in der SG mit Schwagstorf und Venne. Das läuft bestens. Da sind wir in allen Bereichen doppelt, in jüngeren sogar drei- oder vierfach besetzt. Das, was Typen wie Stefan Kuhlmann und Albert Kovermann leisten, ist mit Geld halt nicht aufzuwiegen. Auch im Tennis haben wir Zulauf auch durch die Zusammenarbeit mit der Schule. Da können die Kinder schnuppern, und die Eltern bleiben dabei.

Der Komplex Turnen mit Vielfalt von Kleinkindern bis Senioren hat auch hohen Stellenwert im OFV. Auch eine Frage es Platzes in nur einer Halle im Ortskern?

Wir bieten da einiges an vom Rückensport über Abenteuer Erlebnispark für Kinder, Sport für ältere Frauen bis Aerobic und anderem mehr. Wir wären froh, wenn wir mehr Übungsleiter und mehr Zeiten in der Halle hätten. Wir haben nur die eine Halle. Wegen der Ganztagsschule rücken alle Trainings nach hinten. Da ist dann alles geballt. Besonders dann, wenn die Fußball-Jugend im Winter auch noch in die Halle will.

Für eine zweite Halle fehlt der Gemeinde Ostercappeln sicherlich das Geld.

Ja. Wir wissen, dass die Gemeinde uns in dem Maße unterstützt, wie sie es kann. Wir haben einen Antrag gestellt auf Fördermittel, um die Anlage Rensmannsfeld zu modernisieren. Wir würden die Schlacke wegnehmen und alles mit Rasen versehen. Dann haben wir mehr Fläche zum Training. Wir würden das Umfeld pflastern, die Duschen modernisieren. Wir brauchen aber auch Rücklagen, wenn zum Beispiel mal ein Rasemäher kaputt geht.

Da spricht auch der Handwerker, der anpacken kann, aus dem Vorsitzenden. Dann sind Sie täglich auf der Anlage?

Nein, ja doch fast täglich, denn ich bin ja auch Trainer einer Jugendmanschaft und kümmere mich mit um unsere dritte Herrenmannschaft. Es gibt immer was zu tun, was im Vorstand echt Spaß macht unter jungen Leuten. Da kann man was bewegen. Das kenn ich aus fast zwanzig Jahren im Vorstand, als Fußballobmann und jetzt zweieinhalb Jahren als 1. Vorsitzender. Auch wenn es manchmal viel wird. Dann schnapp ich mir für ’ne Stunde den Rasenmäher, setzt mich auf den Trecker und bekomme mal den Kopf frei.

Und beim Blick nach vorn wünschen Sie sich was?

Ich bin zufrieden, wenn es so weiterläuft wie im Moment.

Dann gibt es ja am 4. August was zu feiern.

Ja, davon gehe ich mal aus.


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