Wegwerfen war gestern Reparaturtreff Ostercappeln öffnet am 18. Juli

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Ostercappeln. Das Ding püriert nicht mehr – aber Wegwerfen war gestern: Am Mittwoch, 18. Juli, gibt es wieder Gelegenheit, beschädigte Apparaturen, kaputtes Spielzeug, gestörte Elektrogeräte und vieles mehr zum Kirchplatz Ostercappeln ins Haus Nr. 4 zu bringen. Der Reparaturtreff öffnet dann wieder.

Der Treff findet seit Mai 2018 jeden dritten Mittwoch im Monat in der Zeit von 14.30 bis 16.30 Uhr statt. Mittwoch ist auch der Tag des Ostercappelner Wochenmarktes, der um 14 Uhr beginnt. Gestartet ist der Reparaturtreff um November 2017. Zunächst fand der Treff einmal monatlich dienstags statt.

Ehrenamtliche Mitarbeiter

Ehrenamtliche Mitarbeiter reparieren Gegenstände vor den Augen der Kunden oder unterstützen Interessierte, wenn diese es selbst probieren wollen. „Gerade Hilfe zur Selbsthilfe gilt in dieser Werkstatt, wo geeignetes Werkzeug und Material für Reparaturen reichlich vorhanden sind“, so das Starke Dorf, das die Einrichtung des Treffs im vergangenen Jahr initiiert hat. Die Kirchengemeinde St. Lambertus hat die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Auch Ehrenamtskoordinatorin Jutta Anton arbeitet im Team mit.

Betriebe in der Region

Diese Veranstaltung stellt keine Konkurrenz zu Handwerksbetrieben in der Umgebung dar, denn gerade das Interesse am Reparieren vor der Vermüllung soll geweckt werden und bei umfangreicheren Reparaturen wird beraten und natürlich an entsprechende Reparaturbetriebe in der Region verwiesen.

Dank des Sommerwetters kann allzu starkes Gedränge in den Räumlichkeiten vermieden werden. Ein Erfahrungstausch mit einer Tasse Kaffee bietet sich vor der Tür an und auch die Wiederherstellung größerer Geräte kann sogar draußen neben der Werkstatt erfolgen. Den Besuch des Reparaturtreffs können Interessierte auch mit einem Einkauf am Wochenmarkt verbinden.

Eine Einkaufstasche gestalten

Wer will, kann am Mittwoch ein ausgedientes Hemd mitbringen. Helfer aus dem Reparaturteam zeigen dann, wie daraus eine Einkaufstasche gestalten werden kann. Ein Besuch der Außengastronomie auf dem Kirchplatz bietet sich zusätzlich an. „Es lohnt sich also, am Mittwochnachmittag auf dem Kirchplatz Ostercappeln zu sein, meint das Starkes Dorf.

Aus den Niederlanden

Die Repair-Café-Idee kommt übrigens aus den Niederlanden. Die Umweltjournalistin Martine Postma hat vor einigen Jahren das Konzept der Selbsthilfewerkstätten zur Reparatur defekter Alltags- und Gebrauchsgegenstände entwickelt. In Deutschland sind inzwischen mehr als 500 Initiativen aktiv, organisieren und betreiben diese Treffs.

In Ostercappeln stellte Andreas Korch die Idee dem Starken Dorf vor, das den Vorschlag aufgriff und letztlich für die Realisierung sorgte.

Mehr als Instandsetzen

Es geht bei diesem Konzept nicht nur um das Instandsetzen defekter Haushaltsgeräte oder Fahrräder. Müllvermeidung und Hilfe zur Selbsthilfe sind wichtige Aspekte. Letztlich leisten die Reparaturtreffs auch einen Beitrag dafür, Produkte wert zu schätzen und steuern – zumindest so gut es geht – der Wegwerfmentalität entgegen. Und eine soziale Funktion habe die regelmäßigen Angebote darüber hinaus. Menschen kommen zusammen, können Kontakte knüpfen und sich austauschen.


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