1,5 Millionen Euro investiert Neue Fertigungshalle von Göckemeyer Metallbau eingeweiht

Von Cornelia Müller


Venne. Großer Bahnhof bei Göckemeyer Metallbau: 350 Gäste kamen zur offiziellen Einweihung der neuen Fertigungshalle am Dreskenkamp. 1,5 Millionen Euro hatte die Firma in die Hand genommen, um in das Gebäude und modernste Technik zu investieren. Kernstück ist der Fiber-Laser inklusive 6,80 Meter hohem Lagerturm – schon deshalb hatte die alte Halle den Anforderungen nicht mehr genügt.

Auf insgesamt 1.350 Quadratmetern finden in dem neuen Gebäude Produktion, Lager und Warenannahme Platz. Mit dem vollautomatisch betreibbaren Laser und der Abkantpresse ist hier die Blechtechnik des Unternehmens untergebracht – direkt neben der alten Halle, wo Schweißerei, Stahlbau und Schlosserei ihren Sitz haben. „Mit unseren neuen Maschinen können wir schneller und in größeren Mengen für unsere Kunden produzieren“, so Firmenchef Martin Göckemeyer. Als Zulieferer ist der Betrieb vor allem für die Landmaschinenindustrie, den Caravan- und Sondermaschinenbau tätig.

Vier Monate Bauzeit

Vier Monate – von Juni bis September 2017 – dauerte der Bau der Halle, die Außenanlagen jedoch waren erst vor Kurzem fertig geworden. Martin Göckemeyer gab zu, bevor der erste Kubikmeter auf dem Gelände bewegt worden sei, habe es reichlich Überlegungen geben, ob das alles zu schaffen sei. „Ja, wir haben es alle zusammen geschafft, mit Engagement und einem zielgerichteten Blick nach vorn“, bedankte er sich nun noch einmal bei allen Helfern und Ratgebern. Eine Verlagerung des Produktionsstandortes sei für ihn nicht in Frage gekommen: „Als mit der Region verwachsener Mittelständler, zwischenzeitlich auch schon König in Venne, fiel mir die Entscheidung leicht, diese Investition in unserem schönen Venne im Landkreis Osnabrück und nicht anderswo zu platzieren.“

Goldrichtige Entscheidung

Für Wirtschaftsförderer Siegfried Averhage eine goldrichtige Entscheidung: „Da kann man reden, so viel man will: Der Mittelstand, die inhabergeführten Unternehmen sind das Rückgrat der Wirtschaft. Neue Ideen und ständige Weiterentwicklung – nur so geht es. Und Göckemeyer ist ein Unternehmen, wo sich immer etwas tut, wo immer wieder etwas nach vorn gebracht wird.“

Stolz auf das Unternehmen

Grüße und Glückwünsche der Gemeinde Ostercappeln überbrachten die beiden Ortsbürgermeister Karl-Heinz Rohrmann und Erik Ballmeyer. „Die ganze Gemeinde kann stolz sein auf ein Unternehmen, das sich so entwickelt hat. Martin, Christa, macht so weiter,“ sagte Rohrmann an die Adresse des Ehepaars Göckemeyer gewandt. Und sein Venner Amtskollege lobte: „Das ist schon eine fantastische Halle, die ihr da gebaut habt.“ Als die Firma vor 23 Jahren von der Wöste an den Dreskenkamp umgezogen sei, habe es noch so ausgesehen, als seien Halle und Werksgelände groß genug, um „alle denkbaren Entwicklungen abzudecken. Doch die Entwicklung des Betriebes hat sich nicht an eure Planungen gehalten“, sagte Ballmeyer und verglich den Hallenbau mit einem „maßgeschneiderten“ neuen Anzug, der nötig geworden sei, nachdem das Unternehmen für die alte Konfektionsgröße nun mal zu groß geworden sei. Göckemeyer Metallbau sei ein wichtiger Arbeitgeber in der Gemeinde, ein „innovativer Vorzeigebetrieb“ und moderner Handwerksbetrieb, der viel Wert auf Ausbildung lege.

Maschinen in Aktion

Marc Fleckenstein vom Laserhersteller LVD gab anschließend einen Überblick, was „Industrie 4.0“ und moderne Lasertechnik zu leisten imstande seien. Noch interessanter war es allerdings für die Besucher, die Maschinen in Aktion zu erleben oder sich vom Firmenchef die Anlage der Halle erklären zu lassen und anschließend noch ein bisschen gemeinsam zu feiern.


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