Ludwig-Windthorst-Schule Ein starker Entlassjahrgang 2018 in Ostercappeln

Von Christa Bechtel

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Ostercappeln. 77 Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Windthorst-Schule Ostercappeln haben sich in diesem Jahr als Abschlussmotto „Baustelle Leben“ gewählt. Klar, dass das während der feierlichen Verabschiedung der Entlassschüler in der Aula der Oberschule einige Redner aufgriffen.

Unter der engagierten Leitung von Lehrerin Karin Retemeyer gestalteten die Abschlussschüler abermals ihr musikalisches Rahmenprogramm selbst. Mit bewegter Stimme, denn ihm fiel der Abschied von den Schülern sichtbar schwer, hieß eingangs stellvertretender Schulleiter Timo Ortmeyer die Eltern und Gäste willkommen

Viele Baustellen im Leben

„Bei ‚Baustelle Leben‘ schoss es mir wie ein Blitz durch den Kopf: Belm! Belm ist Media Markt, Marktkauf und eine große Baustelle“, sagte Schulleiter Stefan Schubert zum Auftakt seiner Rede, bei der er erst 30 Jahre zurückblickte. Nämlich als er am GBE sein Abiturzeugnis bekam. Aber: „An diese Veranstaltung habe ich quasi keine Erinnerung mehr“, gab er zu. Das Motto zeige, „dass es zum Glück viele Baustellen im Leben gibt, dass das Leben an sich ja eine einzige Baustelle ist“, meinte Schubert. „Wie sehen eure nächsten Baustellen aus?“ Ein Blick auf die Abschlusszeugnisse würde folgendes verraten: Von insgesamt 77 Schülern des 10. Jahrgangs würden 22 den Erweiterten Sekundarabschluss I bekommen, 22 einen Sekundarabschluss Realschulabschluss und 22 den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 (= Sekundarabschluss). Acht würden den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 erhalten und drei hätten aufgrund noch unzureichender Sprachkenntnisse keinen Schulabschluss erreicht.

Berufliche Ausbildung

Wie geht es weiter? 14 Schüler würden eine berufliche Ausbildung anstreben, 36 eine Berufsbildende Schule besuchen, 15 auf ein Gymnasium oder Fachgymnasium wechseln und sieben würden die 10. Klasse wiederholen, um einen höherwertigen Schulabschluss zu erreichen. Eine Schülerin werde ein FSJ absolvieren und bei vier sei die nahe Zukunft noch ungewiss, listete Schubert auf, der abschließend hervorhob: „Viele Baustellen eures Lebens liegen noch vor euch – und zu ihnen zählen nicht nur die berufliche Karriere und der berufliche Erfolg.“

„Gelernt haben wir nicht nur den Stoff im Unterricht, sondern auch viel über uns, Lehrer und Berufe – eben für unser Leben“, so Schülervertreterin Valeria Blem in ihrer humorvollen, lockeren Ansprache. Weiter gab sie zu: „Schule ist oder war für uns nicht nur ein Ort zum Lernen, sondern auch fast so etwas wie ein zweites Zuhause.“ Aber auch, dass die LWS ihnen viele Chancen gegeben habe. Danke sagte sie insbesondere den Klassen- und Kurslehrern. „Für ihre stetige Geduld und starke Nerven.

Optimale Bedingungen

Spätestens mit dem Gedanken an die weitere Zukunft, werde sich bei den Schülern auch ein Gefühl eingeschlichen haben, das Abschied heißt, vermutete Bürgermeister Rainer Ellermann, der für das Wittlager Land warb. „Eine Region, die derzeit in vielerlei Hinsicht optimale Bedingungen für ein berufliches Weiterkommen, für Weiterbildung und später auch für die familiäre Zukunft vorweist“, wies der Rathauschef auf die hiesige niedrige Arbeitslosenquote oder eine Jugendarbeitslosigkeit, „die praktisch nicht existiert. Unsere Handwerksbetriebe und gewerbliche Unternehmen suchen dringend Auszubildende und Fachkräfte.“ Abschließend gratulierte Ellermann den Schülern im Namen der Gemeinde, des Gemeinderates, der Ortsräte sowie der Ortsbürgermeister Peter Kovermann, Karl-Heinz Rohrmann und Erik Ballmeyer zum erfolgreichen Schulabschluss.

Besonderes Engagement

„So viele Jahre miteinander auf dem Weg sein heißt viele Baustellen miteinander durchstehen und auch überwinden. Schöne Dinge erleben, aber auch über so manche schwache Phase hinweg kommen. Diesen Weg sind mit euch ganz viele Menschen gegangen“, stellte Tatjana Schultz vom Förderverein Eltern, Erzieher, Lehrer, Freunde und Verwandte heraus. Das Ende der LWS sei nun der Anfang eines neuen Weges. Für diesen wünschte sie den Schülern Hoffnung und Zuversicht. Traditionell zeichnet der Förderverein Jahr für Jahr Schüler für ihr besonderes Engagement aus – dieses Mal Valeria Blem und Frederica Gering.


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