Breitbandausbau im Venner Moor Schnelles Internet für Ostercappeln und Bramsche

Einen Eindruck vor Ort machten sich jetzt Helmut Bei der Kellen (Ortsbürgermeister Kalkriese), Landrat Michael Lübbersmann, Ostercappelns Bürgermeister Rainer Ellermann, Erik Ballmeyer (Ortsbürgermeister Venne), die Innogy-Kommunalbetreuer Johannes Geers und Ludger Flohre, Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann sowie Stephan Simon (Landkreis Osnabrück).

            

              
                Foto: Landkreis Osnabrück/Henning Müller-DetertEinen Eindruck vor Ort machten sich jetzt Helmut Bei der Kellen (Ortsbürgermeister Kalkriese), Landrat Michael Lübbersmann, Ostercappelns Bürgermeister Rainer Ellermann, Erik Ballmeyer (Ortsbürgermeister Venne), die Innogy-Kommunalbetreuer Johannes Geers und Ludger Flohre, Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann sowie Stephan Simon (Landkreis Osnabrück). Foto: Landkreis Osnabrück/Henning Müller-Detert

Venner Moor. Bramsche-Nord, Engter, Schleptrup und jetzt Kalkriese: In der Stadt Bramsche wird der Breitbandausbau gleich an mehreren Standorten vorangetrieben. Der Bereich Kalkriese wird dabei in einem sogenannten Ausbaulos gemeinsam mit Ostercappeln in Angriff genommen. Dort erfolgte jetzt der erste Spatenstich im Venner Moor. Insgesamt werden im Landkreis Osnabrück bis zum Frühjahr 2019 13.000 Haushalte schnelles Internet erhalten.

In dem Ausbaulos „Ostercappeln und Kalkriese“ werden rund 31 Kilometer Glasfasernetz verlegt und gut 70 Glasfaserdirektanschlüsse für Privat- und Gewerbekunden installiert. Rund 360 Adressen erhalten außerdem eine Verbesserung durch den V-DSL-Ausbau. Von der Investition profitieren die Gebiete südlich und östlich des Ostercappelner Ortskerns – darunter die sogenannte Große Heide –, Gebiete nördlich des Venner Ortskerns sowie der Bereich „Niewedde“ in Bramsche-Kalkriese. Glasfaserdirektanschlüsse werden im Venner Moor im Bereich des Lutterdamms für Privatkunden und im Gewerbegebiet „Tannenkamp“ in Venne gebaut.

Zeitnah schnelles Internet

„Wie wichtig der Landkreis Osnabrück den Breitbandausbau nimmt, zeigt insbesondere das Beispiel Venner Moor. Die TELKOS hat dieses Gebiet frühzeitig als ein Beispielprojekt für Glasfaserausbau identifiziert, damit alle Privatkunden eine zeitgemäße Infrastruktur nutzen können“, sagt Michael Lübbersmann. Darüber hinaus sei es das Ziel gewesen, dass Unternehmen zeitnah schnelles Internet erhalten, betont der Landrat. Gerade die Versorgung der Wirtschaft begrüßten auch die Vertreter von Ostercappeln und Bramsche. Die Kommunen müssten heute die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sie auch in Zukunft attraktive Wirtschaftsstandorte blieben, lautete der Tenor. An dem symbolischen ersten Spatenstich beteiligten sich die Bürgermeister Rainer Ellermann (Ostercappeln) und Heiner Pahlmann (Bramsche) sowie die Ortsbürgermeister Helmut Bei der Kellen (Kalkriese) und Erik Ballmeyer (Venne).

Zusammenarbeit

Der Landkreis Osnabrück kooperiert bei den Ausbauarbeiten mit dem Unternehmen innogy SE: „Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Kommunen und Betrieb ist sehr eng. Das ist die Voraussetzung dafür, dass der Ausbau in dieser kurzen Zeitspanne möglich ist. Wir sind froh, dass wir mit unserer Fachkompetenz einen Beitrag dazu leisten können“, betont Innogy-Kommunalbetreuer Johannes Geers.

Die Kosten

Die Kosten für den Ausbau Ostercappeln und Kalkriese werden rund 1,9 Millionen Euro betragen. Sie sind Teil des Digitalisierungskonzepts des Landkreises Osnabrück. Bis zum Frühjahr 2019 werden 13.000 Haushalte schnelles Internet erhalten. Die landkreiseigene Infrastrukturgesellschaft TELKOS hat dabei die Außenbereiche der Städte und Gemeinden im Blick. Ziel ist es, die unterversorgten Regionen zu erschließen. Die neue Technik ermöglicht Download-Geschwindigkeiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde.

In der ersten Stufe werden im gesamten Landkreis Osnabrück 39 Millionen Euro für den Breitbandausbau investiert. Der Anteil des Bundes liegt bei 15 Millionen, der des Landes Niedersachsen bei 5 Millionen Euro. Die weiteren 19 Millionen Euro bringen der Landkreis und seine 34 kreisangehörigen Städten und Gemeinden auf. Das Unternehmen innogy SE baut für das Breitbandnetz die Daten- und Informationstechnik und übernimmt nach Fertigstellung auch den Betrieb des Netzes.

Die TELKOS hat zudem einen zweiten Förderbescheid des Bundes über erneut 15 Millionen Euro erhalten. Durch den Eigenanteil beträgt das Investitionsvolumen in der zweiten Ausbaustufe 31,5 Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen nahtlos nach dem Abschluss der ersten Ausbaustufe fortgesetzt und bis Mitte des Jahres 2020 umgesetzt sein.


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