Planungssicherheit bis 2036 Feuerwehrkonzept für Ostercappeln ist beschlossen

Meine Nachrichten

Um das Thema Ostercappeln Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Gemeinsame Übung: Gemeindefeuerwehr Ostercappeln und des Deutschen Roten Kreuzes arbeiten Hand in Hand. Um Insassen befreien zu können, trennen die Feuerwehrkräfte hier das Dach des Pkw ab. Archivfoto: Hubert DutschekGemeinsame Übung: Gemeindefeuerwehr Ostercappeln und des Deutschen Roten Kreuzes arbeiten Hand in Hand. Um Insassen befreien zu können, trennen die Feuerwehrkräfte hier das Dach des Pkw ab. Archivfoto: Hubert Dutschek

Schwagstorf. Einstimmig hat der Rat der Gemeinde Ostercappeln in seiner Sitzung am Dienstagabend im Veranstaltungszentrum Schwagstorf das Feuerwehrkonzept 2018 - 2036 beschlossen. Im Konzept enthalten ist auch ein Fahrplan für die Fahrzeugbeschaffungen in diesem Zeitraum.

Das bisherige Feuerwehrkonzept 2008 endet mit der Ersatzbeschaffung des LF 8 für die Ortsfeuerwehr Venne. Das neue Konzept ist wesentlich umfangreicher. Nun sind nicht nur Fahrzeugbeschaffungen, sondern auch eine Gebäude- und Ausrüstungskonzeption sind aufgenommen worden. Es handelt sich also um eine Langfristplanung für Feuerwehren und Kommunalpolitik. „Das gibt Planungssicherheit für beiden Seiten“, so Ratsfrau Sabrina Borchert.

Optimale Zusammenarbeit

Das Papier gibt einen Überblick über die Struktur, den Personalbestand, die Aufgabenbereiche und Gefahrenschwerpunkte. „Außerdem soll eine optimale Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ortsfeuerwehren gefördert werden, um unnötige und kostenintensive Mehrfachbeschaffungen auszuschließen“, so Karl-Heinz Rohrmann, der die jüngste Ratssitzung leitete. Letztlich soll das neue Konzept vorbehaltlich der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Ostercappeln als Grundlage für die Bereitstellung von Haushaltsmitteln für den Brandschutz und die Hilfeleistung in der Gemeinde dienen.

Kein externes Fachbüro

Im Gegensatz zu den Nachbargemeinden Bad Essen und Bohmte verzichtete Ostercappeln wie berichtet auf die Erstellung eines Brandschutzbedarfsplans durch ein externes Fachbüro. Unter unter Federführung von Gemeindebrandmeister Olaf Meyer und dessen Stellvertreter Stephan Bölscher ist das Konzept erarbeitet worden. Beiden galt denn auch der ausdrückliche Dank des Gemeinderates für diesen Einsatz. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Ordnung und Soziales war das Konzept vorgestellt worden.

Die personelle Ausstattung

Ein Thema ist auch die personelle Ausstattung der Wehren. Derzeit verfügt die Gemeindefeuerwehr über 139 aktive Einsatzkräfte. Die Personalstärke in den jeweiligen Ortswehren konnte gehalten werden. „Es sind aber

weit aus mehr Anstrengungen nötig, als in der Vergangenheit“, so die Kommune. Jährlich werden zwei neue Kameraden benötigt, rekrutiert aus Jugendfeuerwehr und Quereinsteiger, um diesen Bestand zu halten. Die Ortsfeuerwehr Venne bietet zum Beispiel Schnuppermitgliedschaften an mit Erfolg.

Die Fahrzeugbeschaffung

Welche Fahrzeuge sollen in den kommenden Jahren angeschafft werden? . Priorität haben die Beschaffungen eines Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF10) für die Ortsfeuerwehr Ostercappeln im Jahr 2020, eines Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF20 für Venne im Jahr 2022 und eines HLF10 für Schwagstorf im Jahr 2024. Im Jahr 2026 ist die Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs (LF20KatS) für die Ortsfeuerwehr Hitzhausen vorgesehen. Über den Zeitraum bis 2036 ist die Ersatzbeschaffung von insgesamt elf Fahrzeugen mit einem Gesamtvolumen von 2,6 Millionen vorgesehen.

Europaweite Ausschreibung

Konkret ist eine Investition in Venne, nämlich der Kauf eines Löschgruppenfahrzeuges LF Logistik. Diese Aufgaben wurde an die Kommunale Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft aus Hannover übertragen, da die zu erwartende Angebotssumme eine europaweite Ausschreibung erforderlich macht. „Leider sind zeitliche Abläufe und Vorgaben seitens der Gemeinde Ostercappeln nicht mehr zu beeinflussen“, merkt die Verwaltung an. Der genaue Liefertermin steht also noch nicht fest. Die Beschaffung einer Drehleiter war bislang nicht notwendig und wird auch nicht angestrebt. „Im Bedarfsfall können die Drehleitern der Nachbargemeinden zusätzlich alarmiert werden“, so die Gemeinde.

Die Feuerwehrgebäude

Investitionen in Feuerwehrgerätehäuser sind in den kommenden Jahren ebenfalls erforderlich. In Schwagstorf sind Erweiterungs- und Renovierungsarbeiten sind für das Jahr 2020 vorgesehen, um insbesondere die Platzsituation in der Fahrzeughalle dem Stand der Technik

anzupassen.

Mit baulichen Mängeln

Handlungsbedarf gibt es auch in Hitzhausen. Hier wird nach einem Standort für ein neues Feuerwehrgerätehaus gesucht. Der bauliche Zustand des Gebäudes ist mit baulichen Mängeln behaftet. „Die Fahrzeughalle ist deutlich zu klein und wird Fahrzeuge der heutigen Generationen nicht stellen können“, heißt es im Konzept.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN