10. Night of Music begeistert Überschäumende Emotionen in Schwagstorf

Von Christa Bechtel

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Schwagstorf. Der Satz „Wir sind der Meinung, das war Spitze!“, verbunden mit pfeifen, stampfen, klatschen, Zugabe-Rufen und natürlich stehenden Ovationen sorgte im rappelvollen Schwagstorfer Veranstaltungszentrum dafür, dass Blaskapelle und Spielmannszug nach ihrer „10. Night of Music“ auch nach fast drei Stunden gerne noch für zwei Zugaben sorgten: Mit „Captain Future“ ins Weltall - zurück zu „Biene Maja“ zur Erde.

In diesem Jahr stand das traditionelle und beliebte Konzert unter dem Motto „Titelmelodien die elektrisieren!“ „Zehn Jahre „The Night of Music!“ Wir haben heute ein kleines Jubiläum“, freute sich Vorsitzender Bernhard Dürfahrt in seiner Begrüßung, während der er einige Ehrengäste sowie Vertreter der örtlichen Vereine und Verbände willkommen hieß. Vielversprechend verkündete er: „Lassen Sie sich überraschen; Sie werden allerhand Stücke, die Sie schon kennen erleben, aber auch einige neue und moderne.“

Facettenreiches Programm

„Wir haben noch die eine oder andere kleine Überraschung“, signalisierte Markus Strootmann, Leiter der Blaskapelle, nachdem die Musiker zuvor das facettenreiche Programm mit der Titelmelodie zu „The Game of Thrones“ eröffnet hatten. An diesem Abend erklangen nämlich ausschließlich Filmmelodien. Da durfte James Bond, der mittlerweile in 25 Filmen im Geheimauftrag ihrer Majestät unterwegs war, natürlich nicht fehlen. Auch Strootmanns Kindheitsheld, der launig sagte: „Immer noch mein Held. Ich bin nur ein bisschen traurig, dass ich nie gefragt wurde, ob ich es wohl mal machen will.“ Bevor die Blaskapelle nun ein mitgehendes Bond-Medley spielte, wollte der Dirigent noch entsprechend gekleidet sein: Mit Fliege!

Mit ganzem Körpereinsatz

Nach einer kurzen Umbauphase lud Stephan Vollmer, Leiter des Spielmannszuges, dann mit seinen Musikern das Publikum nach Kroatien zur „Winnetou-Melodie“ aus der Feder von Martin Böttcher ein. Später ließ der Spielmannszug noch „Das A-Team“ und grandios den „Colonel Bogey March“ erklingen. Mit „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ oder im zweiten Teil „Ich gehöre nur mir“ aus dem Musical „Sissi“ bewies die Blaskapelle, dass sie auch die leiseren Töne perfekt beherrscht. „Nessaja“, der kleine grüne Drache aus „Tabaluga“, ist das Herzensstück des Klangkörpers. Nicht unbedingt Strootmanns, der aber trotzdem jedes Werk mit ganzem Körpereinsatz und viel Herzblut leitet. Zu „Skyfall“ aus dem gleichnamigen Bond-Film dann die Überraschung: Lena Hermann sang den Titel mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. Zu späterer Stunde sorgte sie mit „Feeling Good“, das Intro zum Bond-Film „Casino Royale“, nochmals für überschäumende Emotionen.

Rhythmus- und Groove-Potenzial

Schon 2017 sorgten sie für wahre Beifallsstürme: „Zomfg“ unter der Leitung von Joachim Dölker. Fulminant zogen sie bereits mit ihrem Sprechgesang und einigen Percussion-Instrumenten in das Veranstaltungszentrum ein. Auf der Bühne standen aber nicht nur die großen „Tonwerkzeuge“, sondern auch etliche Flaschen, mit denen ebenfalls heiße Rhythmen erzeugt wurden. „Ich bin die Oberflasche“, scherzte Dölker, der sich mit seinen Musikern ebenfalls am Thema Filmmelodien, jedoch mit eigenen, orientiert hatte und die mit ihrem fantastischen Rhythmus- und Groove-Potenzial mehr als überzeugten. So spielten sie den Soundtrack zu einem Film, „den es noch nicht gibt“, nämlich „Abrissbirne“, lauter als die Polizei erlaubt. Zum „Samba Brutale“ agierte das Ensemble so elektrisierend, dass es die Besucher nicht mehr auf den Stühlen hielt, sie einfach mit groovten oder klatschten. Daher entließ das Auditorium „Zomfg“ nicht ohne Zugabe von der Bühne.

„Heidi“ zum Mitsingen

Leicht und transparent, energievoll, beschwingt und mit erstaunlicher Präzision wurden anschließend von der Blaskapelle Filmmelodien wie „Let it go!“ aus Disneys „Die Eiskönigin“, „Great Movie Marches“ mit Sequenzen aus dem „Dschungelbuch“, „Star Trek“ oder „Indiana Jones“ sowie „Nut Rocker“ (Nussknacker) als „Let´s Rock“-Version zu Gehör gebracht. Mit „Heidi“ zum Mitsingen für alle sollte das Konzert ausklingen….


Die Mitwirkenden:

Als Musiker wirkten in Schwagstorf mit: Mareike Christiansen, Sina Funke, Nadine Winter, Lara Schmutte, Annika Funke, Sarah Wehmann, Alessia Marischen, Laura Mönter, Vivian Weber, Sandra Dürfahrt, Sandra Preisner, Fiona Wulfhorst, Laura Winter, Nicole Schmutte, Nila Bühning, Nadine Paul, Marielle Gödecker, Herbert Riese, Hubert Riese, Jesko Sextro, Annalena Beeke, Sören Koslowski, Sonja Koslowski, Steffen Jansing, Laura Pape, Stephan Vollmer, Christian Lutzer, Thomas Kolbe, Timo Lutzer, Fabian Köster, Robbin Lutzer, Sven Vosgröne, Jan Grumann, Juan Jungblut, Martin Maroke, Maik Grumann, Julian Riese, Joachim Dölker, Lena Hermann. Die Leitung hatten Markus Strootmann (Blaskapelle) und Stephan Vollmer (Spielmannszug.

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