Fortsetzung am Sonntag 10. Venner Mittelaltermarktsamstag läuft noch bis 24 Uhr


Venne. Keine Frage, das böse Wort mit „R“ spielt am ersten offiziellen Tag des 10. Venner Mittelaltermarktes keine Rolle. Bei strahlendem Sonnenschein denkt am Samstag aber garantiert so mancher Mittelalterfan darüber nach, dass ein weniger warmes Kostüm nicht schlecht wäre.

Eingeweihte der großen Venner Veranstaltung wissen, dass mit dem R-Wort Regen gemeint ist. Und ungemütliches Wetter gab es beim großen Mittelaltermarkt bereits eins ums andere Mal. Die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr, die das Kassieren an den Zugängen übernehmen, erinnern sich, dass sie schon Gräben geschaufelt und jede Menge Wasser abgepumpt haben. Am Samstag jedenfalls diente das Zeltdach als Sonnenschutz...

Historisches Handwerk

Davon kann am Samstag zum Glück keine Rede sein. Das Angebot auf der Mühleninsel und der angrenzenden Wiese die unterschiedlichsten Angebote. Da sind einmal die Stände, an denen historisches Handwerk geboten wird – von Geschirr über Schuhe und Schmuck bis hin zu Seife, Zinngießerei und Glasperlenherstellung.

Mehr als 100 Stationen

Der Lageplan verrät, dass es mehr als 100 Stationen gibt. Klar, dass auch der Nachwuchs nicht vergessen wird. Die Mädchen und Jungen können sich sogar beim Schmieden versuchen. Und der (beinahe) ganz allein gefertigte Nagel wird zuhause garantiert einen Ehrenplatz bekommen. Eine Mutter verrät am Samstagmittag: „Ich habe einen vom Vorjahr gerade zufällig wiedergefunden...“ Armbrustschießen und Karussells der nicht gewohnten Art laden zum Mitmachen ein. Sogar ein kleines Riesenrad ist mit von der Partie. Der stattliche Kerl, der für das Drehen per Hand zuständig ist, benötigt garantiert kein Fitnessstudio, schwebt aber in Sonnenbrandgefahr.

Wer ertrinkt, ist keine Hexe

Besondere Attraktionen stellen die Aktivitäten rund um das Hexenbad dar. Wenn die (meist junge) Frau als Hexe erkannt ist, läuft sie Gefahr, der Wasserprobe unterzogen zu werden. Ertrinkt sie, ist alles gut – sie war keine Hexe. Schwimmt sie oben, ist das der Beweis: Sie ist eine Hexe und muss verbrannt werden. Das dazugehörige Entertainment lockt die Zuschauer an. Wer gerade ein Stück der Köstlichkeiten, die an allerlei Ständen dargeboten werden genießt, der weiß, dass das Geschehen Show ist. Die Vorstellung, dass einmal tatsächlich Frauen als Hexen verbrannt wurden, ist dagegen einfach nur gruselig.

Die Mittelalterfans, die das große Lager aufgeschlagen haben, kennen einander vielfach. Ein kurzer Schnack am Rande: „Du hast aber ganz schön abgenommen“, darf nicht fehlen. Der Hinweis, dass es direkt neben der Bühne eine besondere kalorienreiche Leckerei gibt, sorgt für leicht gequältes Grinsen.

Viel zu erleben

Ob Söldnerlager, Familienlager mit allerlei Kinderspielen, Bogenbahn, Lager der Tempelritter oder der Wikinger – zu sehen und zu bestaunen gibt es für die Besucher des 21. Jahrhunderts jede Menge. Mit dazu gehören ungewohnte Geräusche. Wer trägt heute schon unzählige Glöckchen an den Schnabelschuhen? Die Erklärung ist kurz: „Wer nicht auffällt, geht abends hungrig ins Bett.“

Allerlei Speis und Trank

Und mindestens einen Geruch können alle Besucher auf der Mühleninsel sofort zuordnen: Knoblauch. Knobibrot gibt es nämlich an mehr als einem Stand. Zu haben sind aber ebenso Softeis, Süßes aus der Mandeley, Bratwurst, Wildprodukte, Beerenweine oder handgefertigte duftende Seifen.

Während das bunte Treiben auf und an der Mühleninsel in Venne am Samstag bis 24 Uhr andauert, ist am Sonntag bereits um 18 Uhr Schluss. Los geht es um 11 Uhr.


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