Aus Freude und mit Herzblut spielen Schwagstorfer wünschen sich höhere Probenbeteiligung

Von Christa Bechtel

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Schwagstorf. „Sonja, du machst eine super Arbeit“, lobte Bernhard Dürfahrt, Vorsitzender von Spielmannszug und Blaskapelle Schwagstorf, während der Jahreshauptversammlung im Übungsraum über dem Schnippenburgmuseum in Schwagstorf seine Stellvertreterin.

Sonja Koslowski wurde von den Mitgliedern nicht nur als Zweite Vorsitzende wiedergewählt, sondern auch zur neuen Pressewartin erkoren. Für Schriftführerin Nadine Paul wurde Laura Pape neu in dieses Amt gewählt sowie für Jugendsprecherin Marielle Gödeker Sina Funke und Vivian Weber. Kassenprüfer bleiben Herbert Riese und Klaus Hawer, wie auch Jesko Sextro weiterhin die Funktion des Homepagebetreuers übernimmt, Julian Riese die des Instrumentenwartes und Steffen Jansing bleibt Notenwart.

Viele Aktivitäten

Zum Auftakt hatte Bernhard Dürfahrt alle aktiven und fördernden Mitglieder begrüßt, um kurze Zeit später im Rahmen seines Berichtes mitzuteilen: „Die Blaskapelle umrahmte 2017 insgesamt 24 Veranstaltungen. Zum ersten Mal seit Jahren waren wir auf keinem Musikfest zu Gast.“ Anfang des Jahres habe die 37. Tannenbaumaktion stattgefunden; der Erlös sei erneut dem Verein zugute gekommen. Weiter ließ Dürfahrt Aktivitäten des vergangenen Jahres wie Boßeln, Konzerte im Frühjahr und im Herbst sowie Auftritte bei verschiedenen Schützenfesten Revue passieren.

Probenbeteiligung

„Bei den Auftritten hatten wir im Durchschnitt 15 Personen“, erklärte der Leiter des Spielmannszuges, Stephan Vollmer, der beanstandete: „Ich musste vorab die Mitglieder anrufen oder per WhatsApp anschreiben, sodass sie tatsächlich gekommen sind.“ Zu den Proben seien im Durchschnitt 12,4 Personen erschienen. Durch diese schlechte Beteiligung sei beispielsweise das Weihnachtskonzert „auf Kante“ gewesen, so der Dirigent, der jedoch zugab, dass das Konzert trotz allem gut geklappt habe. In diesem Jahr sei die Probenbeteiligung auf 11 Personen gesunken. „Das ist nicht das, was ich mir als Dirigent vorstelle“, signalisierte Vollmer, dass er nach der Saison sein Amt aufgeben werde. So sei es nicht möglich, neuere Stücke zu erarbeiten, meinte er resigniert. Er habe viel Zeit in den Spielmannszug investiert und verschiedene Stücke selbst geschrieben. Sein abschließender Wunsch: „Massiv Jugendarbeit betreiben.“

Anspruch gerecht werden

Auch Markus Strootmann, Leiter der Blaskapelle, stellte fest: „Aus meiner Sicht ist sicherlich ein Umbruch da.“ Wer zum Beispiel sein Abitur absolviert habe, müsse schon viel Engagement in zeitlicher und räumlicher Weise mitbringen, gab der Dirigent zu. Strootmann: „Nicht selten haben wir Proben, wo wir doch mit sehr wenig Menschen hier sitzen. Aber das Programm spielt sich nicht von alleine. Und ich denke, wir haben einen gewissen Anspruch an uns selbst. Ich würde mich freuen, wenn wir dem weiter gerecht werden können. Das bedingt eine höhere Probenbeteiligung, denn wir spielen alle aus Freude und mit Herzblut.“ Christian Lutzer, zuständig für die Trommel-Ausbildung hat derzeit nur Jan in der Ausbildung. „Der ist sehr integrierfähig“, betonte er.

50 Jahre aktiv

Positiv und detailliert stellte Markus Bick dann die finanzielle Lage des Vereins vor. Keine Beanstandungen hatten Herbert Riese und Klaus Hawer, die die Kasse geprüft hatten. Geehrt wurden Sophia Riese, Nila Bühning und Sonja Koslowski für zehn Jahre und Bernhard Dürfahrt, der 50 Jahre aktives Mitglied ist. Mit einem Blumengruß bedankte sich Sonja Koslowski bei Nadine Paul, die bislang das Amt der Schriftführerin inne hatte.


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