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Drei Tage in Grün und Weiß Schützenfest in Venne – Hergen Wissmann und Iris Gering sind die neuen Majestäten

Von Willi Schmutte

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Venne. „Der Berg ruft“, so könnte man das Venner Schützenfest treffend umschreiben. Am Sonntagmittag wurden die Majestäten Stefan und Susanne Stickelbroeck vom Venner Berg abgeholt und das neue Königspaar, Hergen Wissmann und Iris Gering, kommen – ebenfalls vom Venner Berg. Herrliches Sommerwetter begleitete das Schützenfest am Sonntag. Beste Voraussetzungen für das traditionelle Einholen der Majestäten.

Wie gewohnt gehörten wieder die Pferde zum Festzug. Acht Amazonen hoch zu Ross, vier geschmückte Kutschen, zwei Planwagen, dazu die Fahrradfahrer vom FC Schiebkarre und das Doppelrad. Ein illustrer Festzug machte sich auf den Weg. Auf einem Planwagen hatten die Immentaler Musikanten Platz genommen, die unter der Leitung von Friedhelm Rebber unterwegs und beim Königshaus für musikalische Begleitung sorgten. Gleich zwei Ehrenpforten zeigten den Weg zur Residenz von Stefan uns Susanne Stickelbroeck. Die Nachbarn hatten sich sehr viel Mühe gegeben.

Nachdem sich alle beim Frühstück gestärkt hatten, dankte Präsident Hartmut Böschemeyer für das Ausschmücken und den Empfang. Mit den Majestäten und dem Hofstaat in den Kutschen, dazu das Kinderkönigspaar Nico Schleibaum und Sarah Stickelbroeck nebst Hofstaat, ging es dann durch die Natur zurück in den Ortskern.

Beim „Löwen“ warteten die Musikzüge: der Spielmannszug Venne mit Tambourmajor Heinz Tiemann sowie der Musikverein Nortrup unter der Leitung von Anja Meyer – aber auch die Schützen mit ihren mit Blumen und Eichenlaub geschmückten Holzgewehren – ein Zeichen dafür, dass die Gewehre nur als Sportgeräte verwendet werden.

Ein stattlicher Festzug formierte sich und zog durch den Ort. Dieser machte einen Abstecher zum Seniorenheim „Haus Mühlbach“ – an der Wegstrecke hatten die Anwohner ebenfalls geschmückt –, wo den älteren Mitbürgern ein musikalischer Blumenstrauß überreicht wurde. An der Schützenhalle angekommen, begrüßte Präsident Hartmut Böschemeyer die Gäste. Sein Gruß galt besonders den großen und den kleinen Majestäten und dem dazugehörigen Hofstaat, dem Kreisehrenpräsidenten Heinrich Böschemeyer, Kreispräsident Rolf Placke und seinem Vertreter Joachim Matthey, Bürgermeister Rainer Ellermann und Ortsbürgermeisterin Edeltraud Altemöller-Menke sowie dem Kreistagsabgeordneten Frank Imbusch.

Des Präsidenten Dank galt Helmut Meyer für die Beschallung bei den offiziellen Teilen des Festes und der Firma Stickelbroeck für die vorbildliche Absicherung der Umzugsstrecken an den drei Tagen.

Die Ortsbürgermeisterin lobte in ihrem Grußwort die fest verbundene Tradition, in der schon Generationen zurück in der schönsten Jahreszeit das Schützenfest feiern, wie auch die Dorf- und Heimatverbundenheit. „Immer wieder finden sich zu den Älteren auch die Jüngeren, um diese Tradition zu leben.“ Danke sagte sie allen, die Verantwortung für den Verein tragen, und denen, die Tag für Tag fleißig gearbeitet haben, damit die Schützenhalle und das Areal darum schick aussehen, sodass sich dort jedermann wohlfühlen könne. Und ihr Dank richtete sich auch an all diejenigen, die das Fest mit vorbereitet und die Straßen schön geschmückt hatten.

Der stellvertretende Kreisschützenpräsident Joachim Matthey bezeichnete die Schützen als Kulturträger. Er hatte die Aufgabe, verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Die Ehrennadel „Pro Patria“ verlieh er Siegrid Alting, Thomas Koch, Harald Driehaus und Achim Priggemeyer. Dem langjährigen Kutscher Egon Brinkmeyer heftete er die Verdienstnadel des Schützenbundes Osnabrück/Emsland/Grafschaft Bentheim ans Revers. Eine besondere Ehrung nahm er vor, indem er Horst Schleibaum auszeichnete für seinen langjährigen Einsatz für den Verein in Sicherheitsangelegenheiten. Dankbarer Beifall, das „Horrido“ der Schützen – sie hatten es verdient.

Im Zelt war die Kaffeetafel gedeckt, und für die Unterhaltung sorgten die junge Musikkapelle aus dem Artland, aus Nortrup und dem heimischen Spielmannszug. Die Musiker ernteten wiederholt Beifall für ihre Darbietungen. Immer wieder kam die Frage auf, wer die Königswürde erringt. Dann endlich, kurz vor 18 Uhr, stand es fest, Hergen Wissmann hatte das beste Ergebnis und darf für ein Jahr den Titel „Venner Schützenkönig“ führen. Auf den Schultern von Kameraden und mit Musik vorneweg ging es in die Festhalle. Glückwünsche von allen Seiten, „Horrido“ und „Hussa“, dann folgte der Höhepunkt: die Proklamation.

Hergen Wissmann wurde von Präsident Hartmut Böschemeyer zum neuen Schützenkönig proklamiert. Zu seiner Königin hatte er sich Iris Gering erwählt. Dem Hofstaat gehören an als Kronprinzenpaar Thomas Gering und Andrea Wissmann, als Ehrendamen Steffi Reuwer, Karen Warnsmann und Heike Bußmann, als Exkönigspaar Stefan und Susanne Stickelbroeck, dazu als Adjutanten Harald Thelker und Gerd Kreyenhagen. Die Insignien wurden weitergereicht, das „Horrido“ als Glückwunsch der Schützen ausgebracht und das Deutschlandlied intoniert und gesungen. Ein festlicher Höhepunkt.

Mit Musik ging es in die mit viel Birken- und Eichengrün geschmückte Festhalle. Der „Moor DJ“ legte auf, und mit dem Ehrentanz für das neue Königspaar wurde der Schlussakkord der drei Tage in Grün und Weiß eingeläutet.


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