Spende der Sparkasse Haarener Ortschronik erscheint mit maximal 200 Seiten

Von Karin Kemper

Spende für das Haarener Jubiläum, zu dem auch die Erstellung einer Ortschronik gehört. Bei der Scheckübergabe auf dem Hof Klecker: Stehend von links: Anita Rehme, Thomas Ruppel, Elisabeth Klecker und Guido Groneik, sitzend: Lambert Hanke, Roswitha Sandkühler, Johannes Klecker und Cilly van Berkum. Foto: Karin KemperSpende für das Haarener Jubiläum, zu dem auch die Erstellung einer Ortschronik gehört. Bei der Scheckübergabe auf dem Hof Klecker: Stehend von links: Anita Rehme, Thomas Ruppel, Elisabeth Klecker und Guido Groneik, sitzend: Lambert Hanke, Roswitha Sandkühler, Johannes Klecker und Cilly van Berkum. Foto: Karin Kemper

Haaren. Was ist nötig, um eine Jubiläumschronik zu erstellen? Zweierlei ist unabdingbar: Zeit und ein Team, das sich an die Arbeit macht. Beides gibt es in der Ortschaft Haaren, wo im Jahr 2018 das 950. Jubiläum gefeiert wird.

Zum Chronikteam gehört Elisabeth Klecker. Sie sagt: Wir haben im April 2017 angefangen. Und das war gut so.“ Roswitha Sandkühler fügt hinzu: „Wir haben immer viel Spaß miteinander gehabt. Es war immer eine wunderbare Zusammenarbeit.“

Unzählige Stunden investiert

Auf jeden Fall gilt, dass für den Umfang der Chronik ein Limit von 200 Seiten gesetzt ist und dass die Chronik im DIN-A4-Format erscheint. Und erfolgten die Treffen zunächst einmal monatlich (jeder hatte ein bestimmtes Feld übernommen), so tagt das Chronikteam seit Weihnachten im 14-tägigen Rhythmus. Hinzu kamen aber noch jede Menge Termine in Bibliotheken oder bei Haarener Senioren, die über die jüngere Vergangenheit berichteten. Elisabeth Klecker: „Fast alle wussten viel zu erzählen und waren sehr kooperativ. Und in den Archiven haben wir meist offene Türen eingelaufen.“

Haarener Geschichte

Anita Rehme sagt: „Zum Schreiben gehören auch das Korrekturlesen und das Layout. Zusammen ist das eine Menge Arbeit.“ Zu den Kapiteln gehört zunächst einmal die Haarener Geschichte allgemein. Als Untergliederung folgen Informationen zum Gut Kuhof, zur politischen Entwicklung, zu Handwerk und Brauchtum, zum Schulwesen, zu Religion, Sehenswürdigkeiten sowie zu Sagen. Schnell seien Überlegungen aufgetaucht, wo welche Information am besten einzuordnen sei.

Gelernt habe der eine oder andere ebenfalls einiges. Auf einer historischen Karte im Staatsarchiv seien Giebel nach rechts oder links ausgerichtet gewesen – kein Zufall. Die eine Seite sprach für einen katholische, die andere für einen evangelischen Hof. Und Haaren bestand ursprünglich aus Höfen auf der einen Seite der heutigen Bundesstraße, die Siedlung auf der gegenüberliegenden Seite ist deutlich jüngeren Datums. Die älteste Karte, die Haaren zeigt, stammt aus dem Jahr 1759.

Beim Sichten der evangelischen und katholischen Kirchenbücher waren die Haarener auch in Arenshorst, denn vor dem Bau der Paulus-Kirche Ostercappeln im Jahr 1914 gehörte die Ortschaft zu Arenshorst. So konnte zusammengestellt werden, wer in welchem Kotten gelebt hat und wie die familiären Verbindungen waren.

Feier vom 22. bis 24. Juni

Neben der Chronik gehört zum 950-jährigen Jubiläum auch eine historische Ausstellung – während des Festwochenendes, das vom 22. bis 24. Juni 2018 auf dem Gelände des Haarener Sportclubs gefeiert wird. Den Anfang macht am Freitag ein Doppelkopfturnier, am Samstag ist Familientag, abends Tanz mit Aufführungen, und am Sonntag gibt es einen ökumenischen Gottesdienst.

Johannes Klecker, der stellvertretende Ostercappelner Bürgermeister, betont: „Wir machen das, was man in einem kleinen Ort leisten kann, dann stehen auch alle dahinter.“ Schmunzelnd fügt Sandkühler hinzu: „Zu Weihnachten haben wir noch einen Kalender eingestreut und bei gut 500 Haarener Einwohnern 210 Stück verkauft.“

Zusätzliches Versprechen

Die Frage des Ortsrates an die Sparkasse Osnabrück, ob Unterstützung für die Chronik Haaren möglich wäre, beantwortete Thomas Ruppel, Leiter der Marktdirektion Wittlage der Sparkasse, kurz und bündig: „Natürlich machen wir das.“ Er zeigte sich zusammen mit dem Ostercappelner Filialleiter sicher: „Das Geld ist bei dem Projekt gut aufgehoben.“ Und er hatte neben dem 500-Euro-Scheck ein zusätzliches Versprechen parat: „Die Chronik wird auch in der Sparkasse verkauft.“