Aufnahme von vier Rundstrecken Masterplan Wandern wird in Ostercappeln umgesetzt

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•Mithilfe des Masterplans Wandern soll die Infrastruktur verbessert werden. Archivfoto: Fotolia•Mithilfe des Masterplans Wandern soll die Infrastruktur verbessert werden. Archivfoto: Fotolia

Ostercappeln. Der Masterplan wandern wird in der Gemeinde Ostercappeln umgesetzt. Die Kommune stellt ab dem Jahr 2018 notwendige Mittel für Unterhaltungskosten in den Haushalt ein. Das hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Der Masterplan ist ein Projekt von Terra-Vita, des Natur- und Geoparks Nördlicher Teutoburger, das gemeinsam mit den Gemeinden umgesetzt wird.

Es gibt hierzu zwei Ausbaustufen, denn zunächst erfolgt aktuell für das südliche Osnabrücker Land eine Umsetzung. 2018 beginnt die Realisierung für das nördliche Osnabrücker Land. Bestandteil des Masterplans sind sowohl längere Ankerwege als auch lokale kurze Rundwanderwege von vier bis zehn Kilometern Länge. 2020 soll das Vorhaben abgeschlossen sein. „Mit den Heimat- und Wandervereinen wurde besprochen, dass für keine weiteren Wege zukünftig eine Qualitätssicherung und Pflege übernommen wird“, so die Gemeindeverwaltung. Es geht also um Qualität und nicht um Quantität.Die Kommunen sollen die Kosten der langfristigen Pflege und Unterhaltung tragen. Die sogenannte Ersteinrichtung der Wege wird über Fördermittel des Zile-Programms (Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) sowie vom Landkreis Osnabrück finanziert.

Die Qualitätswanderregion

„Ziel ist, das Osnabrücker Land als Qualitätswanderregion zu etablieren“, so Ratsfrau Hildegard Grewe (SPD). Und um diese Vorhaben zu verwirklichen, sei der Masterplan wandern gestartet worden. Derzeit gibt es eine große und unübersichtliche Angebotsvielfalt an Wanderstrecken. Allein im Osnabrücker Land sind es übrigens 3.000 Kilometer Wanderwege. Ein Problem: Es gibt viele Akteure, aber keine Gesamtkoordinierung des Wanderangebots. Der Masterplan soll Abhilfe schaffen.

Gutes Wegemanagement

Angestrebt wird ein gutes Wegemanagement, eine klare Beschilderung der Strecken, Infotafeln. Ratsmöglichkeiten und auch ein besserer Service. Zum Beispiel mit Karten oder GPS-Tracks. Der Natur- und Geopark Terra-Vita, der Tourismusverband Osnabrücker Land, der Landkreis Osnabrück und die beteiligten Kommunen arbeiten Hand in Hand, um bestimmte Wege als Qualitätsrouten herzustellen – und natürlich auch zu bewerben. Das Wandern boomt seit einigen Jahren wieder; die hiesige Region lockt Wandertouristen an.

Strecken in der Gemeinde

Welche Strecken sind in der Gemeinde Ostercappeln vorgesehen? Zurzeit führen 60 Kilometer Wanderwege durch die Kommune. Im Rahmen des Masterplans Wandern beabsichtigt die Gemeinde rund 26 Kilometer dieser Wege verteilt, auf vier Rundwege, als Qualitätswege hervorzuheben. Zwei der Wege verlaufen in der Ortschaft Ostercappeln am Wiehengebirgskamm, ein Weg läuft durch den Krebsburger Wald und ein Weg befindet sich im Venner Moor.

Der Moorlehrpfad in Venne

Über den Moorweg wurde im Vorfeld intensiv diskutiert. Hier gab es zunächst Bedenken. „Die Einrichtung des Moorlehrpfades, der möglichst in 2019 erneuert werden soll, dient der Bildung und insbesondere dem Naturschutz. Störungen, die sich auf die vorhandene Flora, Fauna und Habitat negativ auswirken, sind in keiner Weise zu erwarten. Diese sind auch in den vergangenen Jahren nicht zu beobachten gewesen“, so die Gemeinde. „Das Erleben – und nicht der Ausschluss der Öffentlichkeit – wird die Akzeptanz naturschutzrechtlicher Belange fördern und hat sich im Venner Moor bewährt“, sagte Erik Ballmeyer (CDU).

Das neue Wanderwegkonzept, also der Masterplan, sei gut. „Es ist rochtig, qualitativ hochwertige Wanderwge anzubieten“.


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