Projekte im ländlichen Raum Ostercappelner Kaufhaus Teil einer Pilotstudie

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Der Zebrastreifen auf der Venner Straße in Ostercappeln wurde 2013 in Betrieb genommen. Die Anlage der Überquerung war eines der Projekte des ersten Zukunftsfonds Ortskernentwicklung. Archivfoto: Rainer WestendorfDer Zebrastreifen auf der Venner Straße in Ostercappeln wurde 2013 in Betrieb genommen. Die Anlage der Überquerung war eines der Projekte des ersten Zukunftsfonds Ortskernentwicklung. Archivfoto: Rainer Westendorf

Ostercappeln. Der Landkreis Göttingen hat die Pilotstudie „Wohnlokal – Beispielhafte Wohn- und Versorgungsformen im ländlichen Raum in Niedersachsen“ erstellt. Eines der Beispiele für gelungene Projekte ist Ostercappeln.

Gefördert und fachlich begleitet wurde die Studie vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Untersucht worden sind landesweit Projekte zum Thema „Innovative Wohn- und Versorgungsformen im ländlichen Raum“ auf Faktoren, die zum Gelingen beigetragen haben.

Fundierte Grundlage

Von Interesse waren neue Dienstleistungs- und Quartierskonzepte im ländlichen Raum, die die Lebensbereiche Gesundheit, Soziales, Kultur und Wohnen umfassen. „Es sollte eine fundierte Grundlage geschaffen werden, um erfolgreiche Modelle auf die Region Südniedersachsen übertragen zu können – eine hohe Erwartung, die nicht mit einfachen Rezepten zu erfüllen ist“, so Christel Wemheuer, Erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen.

Demografischer Wandel

Hintergrund der Studie ist der demografische Wandel der Gesellschaft und die Folgen, insbesondere für den ländlichen Raum. Die Abwanderung der Jugend in die Städte, die Versorgung der älteren Menschen und deren Mobilität waren einige Aspekte. Leerstand von Wohn-, Hof- und Gewerbegebäuden, Wegbrechen der Infrastruktur, abnehmende Versorgungsangebote in Wohnortnähe, weniger Einkaufs- und Begegnungsmöglichkeiten waren weitere Punkte. In der Studie aufgeführt sind beispielhafte Wohn- und Versorgungsformen im ländlichen Raum sowie neue Formen der Mitgestaltung der Bürger in den Dörfern. Für die Studie sind 80 Projekte näher beleuchtet worden und 19 wurden intensiver analysiert. Diese sind sechs Kategorien zugeordnet.

Fantasie und Durchhaltevermögen

„Die vorgestellten Beispiele beweisen, dass Anpassungsbereitschaft, (freiwilliges) Engagement, (unternehmerische) Initiative, Mut, Fantasie und Durchhaltevermögen bei vielen Menschen in den Dörfern vorhanden sein. Fördermittel haben in mehreren Projekten die Umsetzung erleichtert. Aber besonders hervorzuheben ist, dass die Anstöße zu Engagement und Gestaltung häufig aus der Bevölkerung kommen“, heißt es in der Studie.

Kategorie „Kommunale Zenten“

Ostercappeln – konkret die Standortinitiative Ostercappelner Kaufhaus – ist eines der gelungenen Projekte der Kategorie „Kommunale Zenten“. Das Ostercappelner Kaufhaus muss den Vergleich mit einem echten Kaufhaus nicht scheuen. Es bietet vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Dienstleistungen und attraktive Open-Air-Treffpunkte“, so die Studie. 31 Gewerbetreibende gehören dem Kaufhaus inzwischen an. Dank der mehrfachen erfolgreichen Teilnahme am Zukunftsfonds Ortskernentwicklung des Landkreises Osnabrück sind zahlreiche Vorhaben realisiert worden. Das Zentrum ist belebt worden und die Aufenthaltsqualität wurde verbessert. „Interessant ist die Doppelstrategie im Projekt, die sich sowohl an die Gewerbetreibenden als auch an die Bürger wendet“, betont das Team, das die Studie erstellt hat.


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