Jugend musiziert Auswahl aus dem Landkreis konzertierte in Arenshorst

Von Cornelia Müller

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Arenshorst. In weniger als zwei Wochen wird in Oldenburg der Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ ausgetragen. Auch aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück werden dann einige vielversprechende Talente dabei sein. Eine Kostprobe ihres Könnens haben sie am Sonntag beim „Auswahlkonzert“ in der Arenshorster Kirche gegeben.

Die Zuhörer kamen dabei in den Genuss eines Programms, das an Vielfalt nicht zu überbieten und dessen Niveau beachtlich war. Die zehn bis 16 Jahre jungen Musiker wiederum nutzten die Gelegenheit, zum letzten Mal vor ihrem Auftritt beim Landeswettbewerb noch einmal ihr Wettbewerbsprogramm vor Publikum zu präsentieren. Dabei machten die Jüngsten den Anfang: Das Schlagzeugensemble Philipp Folz, Jan Pohlmann und Juliane Schneider (Hasbergen/Georgsmarienhütte) demonstrierte eindrucksvoll, dass Perkussionisten viel mehr mitbringen müssen als ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl – nämlich zum Beispiel die Fähigkeit, sich schnell auf ganz unterschiedliche Instrumente einzustellen und zwischen diesen zu wechseln.

Temperamentvolle Vorträge

Anschließend bot die 13-jährige Flötistin Amelie Stänner (Osnabrück) mit ihrem Beitrag einen kleinen Querschnitt durch die Musikgeschichte: Von einer verspielten Melodie des Beethoven-Zeitgenossen Carl Stamitz bis zur düsteren Atonalität eines André Jolivet. Eher leise Töne, aber voller Temperament und in vielen Farben, zeichnen auch die klassische Gitarrenliteratur aus. Die 15-jährige Elisabeth Fiege (Ankum) versteht sich bereits meisterlich darauf und erfreute die Zuhörer unter anderem mit Kompositionen von Bach, Villa-Lobos und Fernando Sor. Als Nächstes standen Flora-Naima Witte (Cello) und Benedikt Sachs (Klavier) auf der Bühne. Das Duo aus Osnabrück begeisterte vor allem mit seiner dramatischen und mit hörbaren Anklängen an die armenische Volksmusik vorgetragenen Interpretation von Alexander Arutjunjans „Impromptu/Allegro Molto“.

Ein Paukenschlag

Den donnernden Abschluss des Konzertabends bildete dann wieder ein Schlagzeugensemble. Das Trio Bastian Gründel, Johann Janßen und Fabian Wittich (Georgsmarienhütte/Osnabrück/Belm) spielte – nicht nur bei Zivkovics „Trio per Uno“ – wie ein Mann, sondern ließ es auf den Tomtoms richtig krachen, brachte aber genauso virtuos die Marimba zum Klingen. Die drei konnten schon einmal den Bundeswettbewerb für sich entscheiden. Auch zum Landeswettbewerb nach Oldenburg gehen sie jetzt wieder mit den besten Aussichten. Über die Leistungen aller zehn Instrumentalisten an diesem Abend geriet Hartwig Ventker vom Kulturring Bohmte geradezu ins Schwärmen: „Das ist schon beeindruckend. Diese jungen Musiker brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass sie beim Landeswettbewerb untergehen. Der ist zwar knallhart – aber diese Talente können mithalten“, lautete seine Einschätzung.

Abschlusskonzert im März

Am Sonntag, 18. März, geht die Arenshorster Konzertsaison zu Ende. Dann tritt zum Abschluss um 18.30 Uhr das „Trio 21meter60“ auf. Hinter diesem Namen stehen drei junge Tubisten, die sich nach ihrem erfolgreichen Abschneiden beim Deutschen Musikwettbewerb 2016 zu einem Ensemble zusammengeschlossen haben. In der Arenshorster Kirche werden sie mit dem Publikum eine musikalische Reise „Around the World“, so der Titel ihres Programms, unternehmen.


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