Stipendium für Weiterbildung Jonas Wortmann ist einer der besten Absolventen

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Ein Stipendium der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat Jonas Wortmann (links) erhalten. Der ehemalige Auszubildende hat auf dem Hof von Jürgen Ballmann in Vennermoor gelernt. Foto: André PartmannEin Stipendium der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat Jonas Wortmann (links) erhalten. Der ehemalige Auszubildende hat auf dem Hof von Jürgen Ballmann in Vennermoor gelernt. Foto: André Partmann

Vennermoor. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat 35 ehemaligen Auszubildenden grüner Berufe das „Weiterbildungsstipendium“ verliehen. Einer von ihnen ist der Landwirt Jonas Wortmann. Er war für ein Jahr Lehrling auf dem Hof von Jürgen Ballmann in Vennermoor.

Die neugierigen Blicke der Kühe wandern in Richtung Stalleingang. Durch die Tür schreitet ein bekanntes Gesicht. Landwirt Jonas Wortmann ist zurück. Auf dem Hof von Jürgen Ballmann in Vennermoor scheinen sich die 120 Kühe über das Wiedersehen mit ihrem einstigen Wegbegleiter zu freuen. Das schallende „Muh“ in diesem Moment? Wohl ein Ausdruck der tierischen Glücksgefühle.

Eindruck hinterlassen

Jonas Wortmann hat Eindruck hinterlassen. Nicht nur bei den 120 Kühen auf dem Hof, sondern auch bei Landwirt Jürgen Ballmann. Von August 2016 bis August 2017 war er als einer von zwei Auszubildenden fester Bestandteil des Milchviehbetriebes an der Vördener Straße in Vennermoor. Wortmann absolvierte hier sein finales Lehrjahr während der Ausbildung zum Landwirt, Zuvor hatte er 2015 sein Abitur am CJD Gymnasium in Versmold abgelegt. Der Abschluss ermöglichte ihm, die Ausbildung in nur zwei Jahren statt der gewöhnlichen drei Jahre zu absolvieren.

Hervorragende Abschlussnote

Wenn sich sein Ausbilder Jürgen Ballmann an die Zeit erinnert, ist er voll des Lobes für seinen ehemaligen Lehrling: Ein wissbegieriger, cleverer und offener Mensch, sei der 21-Jährige, sagt der Landwirt. Dass Wortmann ein Guter ist, habe er schon nach kürzester Zeit feststellen können. Und auch die hervorragende Abschlussnote am Ende der Lehre hat den Eindruck des Milchbauers bestätigt: Mit einer Abschlussnote von 1,3 hielt sein Azubi das zweitbeste Zeugnis seines Abschlussjahrganges in den Händen. Es war auch ein Verdienst seines Mit-Auszubildenden, der ebenfalls mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen hat. „Wir haben uns sowohl im Alltag als auch bei der Vorbereitung auf die Prüfungen unterstützt“, erzählt Wortmann.

Wissensdurst nicht gestillt

Seit seiner Lehre ist er auf dem heimischen Milchviehbetrieb seines Vaters in Versmold tätig. Seinen Wissendurst hat er aber noch nicht gestillt, wie er verrät: „Ein Studium kam nach der Lehre für mich nicht in Frage, stattdessen will ich mich in Zukunft lieber über Kurse und Seminare weiterbilden“. Kein kostengünstiges Unterfangen: „Die Seminare sind teuer, eine Finanzierung aus eigener Tasche ist schwierig“, macht er anhand einiger Beispiele deutlich. „Manche Kurse kosten einen vierstelligen Betrag.“ Hinzu kämen die Ausgaben für die Anreise. Denn: „Manche Kurse finden nur in Süddeutschland statt.“

Weiterbildungsstipendium

Wortmann aber hat eine andere Lösung gefunden: Er hat sich auf das Weiterbildungsstipendium der Landwirtschaftskammer Niedersachsen beworben – und wurde tatsächlich angenommen. Zusammen mit 34 weiteren Absolventen grüner Berufe gehört er zu den Stipendiaten im Jahr 2018, die von der Förderung profitieren. Die Voraussetzung dafür war ein „Sehr gut“, also eine Mindestnote von 1,9, bei der Abschlussprüfung eines grünen Berufes oder ein Sieg in einem Berufswettbewerb. Der Aufwand der Bewerbung sei gering, die finanzielle Entlastung umso größer: „Es reicht schon, ein Formular auszufüllen und das Abschlusszeugnis einzureichen“, erklärt Wortmann.

7200 Euro für drei Jahre

Den ausgewählten Stipendiaten steht für den Zeitraum von drei Jahren 7.200 Euro zur Verfügung. Die Fördergelder können genutzt werden, um Sprach- und Rhetorikkurse aber auch Managerkurse zu belegen. Maßnahmen zur Entwicklung fachübergreifender, beruflicher und sozialer Kompetenzen werden ebenfalls unterstützt. „Das sind einzelne Puzzlestücke, die für den Erfolg eines landwirtschaftlichen Betriebes von zentraler Bedeutung sind“, sagt Wortmann. Von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wird er bei der Auswahl der Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt.


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