Ossensamstag 2018 Ostercappelner gestalten Wildwest-Motivwagen

Von Karin Kemper

Die Kälte machte den Karnevalisten stimmungsmäßig bei Abnahme des OKV-Karnevalswagens wenig aus. Foto: Karin KemperDie Kälte machte den Karnevalisten stimmungsmäßig bei Abnahme des OKV-Karnevalswagens wenig aus. Foto: Karin Kemper

Ostercappeln. „Alles ist besser als grauer Himmel und Regen“, meinte Ludwig Becker aus dem Wagenbauerteam des Ostercappelner Karnevalsvereins (OKV), als am Mittwochabend die Abnahme des Festwagens durch die Tollitäten und OKV-Vorsitzenden Franz-Josef Achilles anstand. Das Thema „Wild – Wild – West“.

Der Hinweis auf das Wetter erschien in Anbetracht sehr frischer Temperaturen auch in der Halle einigermaßen gewagt. Das frotzelte einer der Aktiven auf die Frage, ob das Bier nicht zu kalt sei: „Wir haben es vorher auf die Heizung gestellt.“ Na ja.

Minusgrade

Der Aufbau des Festwagens erfolgt seit gut einem Dutzend Jahren in der Scheune des Gutes Uhlenbrock an der Schledehauser Straße, wo das Baumaterial das Jahr über auch gelagert werden kann. Die ehemalige Fahrhalle wird im Vorfeld des Ossensamstag für geraume Zeit zur Werkstatt. Wenn ein Februarhoch für Minusgrade sorgt, ist der beheizbare Raum, der abgeteilt wurde, besonders willkommen. Dort wurde auch am Mittwoch die Gulaschsuppe, die traditionell zum Abnahmetermin gehört, serviert. Die Wagenbauer betonen: „Wir sind richtig froh, dass wir hier sein dürfen und von Familie Nülle so viel Unterstützung erfahren.“

Cappeln Alaaf

Gleich mehrfach erschallte das „Cappeln Alaaf“ durch die Scheune. Schließlich verfügt der OKV über drei Tollitäten – Prinz Harry II. (Menke) bei den Erwachsenen und Prinzessin Emilia I. (Otten) und Prinz Jonas I. (Butke) bei den Kindern.

Das Thema von Wagen und Fußtruppe lautet „Wild – Wild – West“. Die Idee, sich mit dem Thema Wildwest karnevalistisch zu befassen, hat einen ganz konkreten Vorteil. Das aufwendige Fertigen von Kostümen entfällt weitgehend, und so werden die anfallenden Kosten reduziert. Ohnehin ist mit der Teilnahme am Ossensamstag am 10. Februar eine Menge Aufwand verbunden. Schließlich besteht das Wagenbauerteam derzeit aus neun Männer und einer Frau. Ludwig Becker verrät, dass Karin Böse als Frau eines ehemaligen Wagenbauers hinzugestoßen ist.

Saloon-Schwingtür

Der OKV-Motivwagen verwandelt sich anno 2018 in einer Saloon – inklusive Schwingtür. Das hat den Vorteil, dass die acht jungen Damen, die zur Tanzgarde gehören und auf dem Wagen für Bewegung sorgen, problemlos von einer Seite zur anderen wechseln können – je nachdem, wo die Zuschauer an den Osnabrücker Straßen stehen. Erstmals oben mit dabei ist Lydia Bick, die Trainerin der jungen Tänzerinnen.

Abmarsch 11.11 Uhr

Übrigens: Für OKV-Aktiven wird der Ossensamstag garantiert ein langer Tag. Der Wagen (mit einer Zugwagen, den die Firma Kesseböhner zur Verfügung stellt) startet nämlich bereits um 9.30 Uhr vom Gut Nülle in Richtung Schwagstorf, wo der Prinz abgeholt wird – Treffpunkt ist der Kreisverkehr. Nächstes Ziel ist die Venner Straße, wo sich die Fußgruppe sammelt. Der Abmarsch ist für 11.11 Uhr geplant. Auf dem kurzen Umzug können die Ostercappeln am Straßenrand Wagen und Fußgruppe in Augenschein nehmen, den Aktiven so manches „Ostercappeln Alaaf“ zurufen – und (nicht zu vergessen) Kamelle sammeln. Die standen bereits am Mittwoch kartonweise parat.

Die Abfahrt nach Osnabrück erfolgt dann u, 12.30 Uhr vom Edeka-Markt an der Bremer Straße aus – per Bus.

Venner und Bad Essener

Die Karnevalsabteilung des TSV Venne ist ebenfalls mit den der Partie. Ihr Motto: „Das Schönste, was ich kenne, ist Karneval in Venne“. Die Venner haben im Ossensamstagsumzug die Startnummern 69 und 70, die OKVer sind etwa eher dran – an Position 62 und 63. Deutlich weiter vorn im Umzug (Nummer 5) ist die Tanzsportgarde (TSG) Bad Essen unter der Überschrift „Bad Essener Frauen grüßen alle voller Power“.