Digitalisierung der Arbeit Herausforderung für die Wittlager Verwaltungen

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Per Mausklick ins Rathaus. Die Digitalisierung verändert die Arbeit in den Verwaltungen. Archivfoto: dpaPer Mausklick ins Rathaus. Die Digitalisierung verändert die Arbeit in den Verwaltungen. Archivfoto: dpa

Altkreis Wittlage. Die Digitalisierung der Gesellschaft der Arbeitswelt schreitet immer weiter voran. Das betrifft auch die Gemeindeverwaltungen. Die Mitarbeiter in den Rathäusern, aber auch die Bürger – die Kunden der Verwaltung – müssen sich auf Neurungen und Veränderungen einstellen.

So wird bereits seit Mitte November komplette Baugenehmigungsverfahren digital abgewickelt. Seitdem müssen alle Bauanträge direkt beim Landkreis Osnabrück eingereicht werden. „Die kreisangehörigen Kommunen erhalten nun per E-Mail ,Einladungen zur digitalisierten Bauakte, um entsprechende Stellungnahmen und Hinweise abzugeben. Eine analoge Aktenführung findet somit im Rathaus nicht mehr statt“, so Ostercappelns Bürgermeister Rainer Ellermann.

Elektronischer Rechtsverkehr

Weitere Neuerungen stehen an. So enthält etwa das Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs (ERV FördG) Regelungen für den verbindlichen elektronischen Rechtsverkehr der Kommunen mit der Zivil-, Verwaltungs-, Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichtsbarkeit. „Zum 1. Januar 2022 wird die Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs im gesamten Bundesgebiet flächendeckend an allen Gerichten für alle professionellen Einreicher – also auch die Verwaltungen – verpflichtend“, erläutert Ellermann.

Elektronischen Aktenführung

Das E-Government-Gesetz (EGovG) des Bundes verpflichtet Bundesbehörden spätestens zum 1.1.2020 zur elektronischen Aktenführung. Folge für Städte und Gemeinden: „Damit sind auch Ämter auf kommunaler Ebene zur elektronischen Aktenführung verpflichtet, sobald sie Staatsaufgaben wahrnehmen oder diese an sie delegiert sind“, so der Bürgermeister. Das heißt natürlich, dass die Mitarbeiter in den Rathäusern und anderen Behörden die analogen Akten in digitale umwandeln müssen. Vor einer Erleichterung und Beschleunigung der Vorgänge steht also zunächst einmal Mehrarbeit, die zu leisten ist.

E-Rechnungs-Richtlinie

Die E-Rechnungs-Richtlinie 2014/55/EU verpflichtet außerdem alle Behörden, ab bestimmten Wertgrenzen elektroaktennische Rechnungen anzunehmen, wenn diese aufgrund einer öffentlichen Auftragsvergabe erstellt worden sind – was in der Regel der Fall ist. Elektronische Rechnungen gemäß EU-Norm enthalten einen von IT-Systemen unmittelbar verwendbaren Datensatz. „Das spart sehr viel Zeit bei der Vorkontierung, wenn die Rechnungsbearbeitung insgesamt elektronisch stattfindet“, so Ellermann.

Die Ratsinformationssysteme

Die Internetauftritte der Kommunen und die Ratsinformationssysteme sorgen zugleich für mehr Transparenz durch Bürgerinformation. Zudem sind wie berichtet die politischen Mandatsträger in den Wittlager Kommunen mit entsprechenden Geräten ausgestattet. Alle öffentlichen Sitzungsdokumente sind im Internet auf der jeweiligen Homepage abrufbar. „Weltweit kann unsere politische Arbeit verfolgt und kommentiert werden“, merkt Ellermann an.


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