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Cebit 2015 Uni Osnabrück präsentiert Kompassgürtel für Blinde und Hörgeschädigte

Von Waltraud Messmann | 13.03.2015, 12:09 Uhr

Die Universität Osnabrück wird auf der Technikmesse Cebit einen vibrierenden Navigationsgürtel vorstellen, der Senioren, Blinde und Hörgeschädigte zuverlässig durch die Straßen und die Landschaft führt. Wer ihn ausprobieren möchte, kann das auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen (Halle 9, Stand C28). Die Cebit findet vom 16. bis zum 20. März in Hannover statt.

Auf der Messe können Besucher den Prototypen des Gürtels voraussichtlich in einer virtuellen Umgebung mithilfe einer Videobrille ausprobieren,, heißt es dazu in einer Mitteilung der Universität.

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Herkömmliche Navigationsgeräte haben meistens ein Display und die Option, die Navigationsanweisung per Sprache auszugeben. Das führe dazu, dass der Träger von der aktuellen Verkehrssituation abgelenkt werde, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität. Außerdem müsse das Navigationsgerät gerade bei Fußgängern oft aus der Tasche genommen und in der Hand gehalten werden. „Durch unseren Navigationsgürtel kann der Benutzer durch vibrierende Reize ans Ziel geführt werden“, erläutert der Kognitionswissenschaftler Peter König, der den Gürtel mit seinem Team entwickelt hat, dessen Vorteile. Augen und Ohren könnten sich weiterhin auf den herannahenden Verkehr und Unterhaltungen konzentrieren. Von der Präsentation auf der Cebit erhoffen sich die Wissenschaftler Diskussionen, Vorschläge und Rückmeldungen zu ihrer Idee, einen Gürtel als taktiles Navigationsgerät einzusetzen. In dem Navigationsgürtel steckt bereits zehn Jahre Forschungsarbeit.

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In dem Gürtel steckt ein Kompass, der fortlaufend das Erdmagnetfeld misst. Er schickt das Signal an einen von 32 Vibrationsmotoren, die sich rings um die Taille reihen. Der Motor, der jeweils nach Norden zeigt, vibriert. Darüber hinaus ist über Bluetooth die Verbindung mit einem Smartphone möglich, um sich GPS Koordinaten oder Routen anzeigen zu lassen.

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