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Zwei Klettermaxen mit Gründergeist Jungunternehmer wollen in Osnabrück neue Kletterhalle bauen

Von Michael Schwager | 05.04.2011, 09:27 Uhr

Wenn alles gut geht, könnte am Jahresende in Osnabrück eine neue Kletterhalle ihre Pforten öffnen. Die beiden Initiatoren haben inzwischen ein geeignetes Gelände für den Bau der Halle gefunden. Jetzt erarbeiten sie in Abstimmung mit der Stadt eine städtebaulich vertretbare Gestaltung.

Thomas Hofer (25) und Michael Pazzini (34) sind geübte Kletterer und Bergsteiger. Als Hochseilgartentrainer waren beide schon aktiv. Hofer, der Politik, Ökonomie und Sozialwissenschaften studierte, ist schon als Kind in den Bergen unterwegs gewesen und vor fünf Jahren zur Sportkletterei gekommen. Physiotherapeut Pazzini, der im Wuppertaler DAV-Landesstützpunkt schon Kletter-Leistungssportler betreute, hat die Kletterei vor zehn Jahren für sich entdeckt. Seitdem hat er auch die Idee im Hinterkopf, selbst einmal eine Kletterhalle zu eröffnen.

Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Stadt (WFO) haben Pazzini und Hofer vergeblich versucht, eine Altimmobilie für ihr Projekt zu finden. Vor anderthalb Jahren entschlossen sie sich, neu zu bauen. Und jetzt stehen sie kurz vor dem Ziel. Ein Grundstück ist gefunden, der private Eigentümer ist auch bereit zu verkaufen. Es liegt etwa einen Kilometer vom Neumarkt entfernt. Mehr wollen die beiden Jungunternehmer im Moment noch nicht verraten. Denn eine Klippe gilt es, noch zu umgehen: die städtebauliche Einpassung ihrer Kletterhalle in die Umgebung. Die beiden Investoren wollen aus Kostengründen möglichst nicht sehr tief buddeln. Mehr als 1,5 bis 2 Millionen Euro wollen sie nicht investieren, obwohl sie sicher sind, dass ihr Konzept aufgeht.

Neben Fitnesskletterern und Bergsteigern wollen die beiden Investoren Kinder und Schüler ansprechen. Für Sportlehrer wollen sie Fortbildungen anbieten. Geplant sind auch Kindergeburtstage und Präventionskurse von Krankenkassen und therapeutisches Klettern. Für Firmenkunden gibt es Kurse zur Stärkung des Wir-Gefühls der Arbeitsgruppen.

Die Halle soll innen und außen eine Kletterfläche von 1600 bis 2000 Quadratmetern haben. Dazu gehört eine Boulder-Anlage für das ungesicherte Klettern in Absprunghöhe. Geplant sind ferner Schulungs- und Therapieräume, Gastronomie innen und außen sowie ein Spezialladen für Kletterer.