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Zahl stark zurückgegangen Zweitwohnsitzsteuer in Osnabrück zeigt Wirkung

Von Jörg Sanders | 01.12.2015, 07:12 Uhr

Die im April eingeführte Zweitwohnsitzsteuer in Osnabrück zeigt offenbar Wirkung: Die Zahl der Zweitwohnsitze ist im ablaufenden Jahr stark zurückgegangen.

Zum 31. Dezember vergangenen Jahres zählte Osnabrück 9580 Nebenwohnsitze. Nicht einmal ein Jahr später, Ende September, waren es nur noch 2092. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der gemeldeten Hauptwohnsitze um 3806 – von 159506 Ende 2014 auf 163312 Ende September.

Als Erklärung ist die von der Stadt im April dieses Jahres eingeführte Zweiwohnsitzsteuer wahrscheinlich. Seither müssen Inhaber einer Zweitwohnung in Osnabrück eine Steuer von zehn Prozent der Nettokaltmiete zahlen. Die Steuer sollte vor allem Studierende dazu bewegen, ihren Erstwohnsitz in Osnabrück anzumelden; denn die Zahl der Hauptwohnsitze ist wichtig für die Finanzen der Stadt: Mehr Einwohner bedeuten auch Mehreinnahmen aus dem Finanzausgleich. Mit Erfolg: Osnabrück wächst und nimmt durch die Steuer mindestens 1,3 Millionen Euro mehr pro Jahr ein, hieß es schon Mitte Oktober im Finanzausschuss. Die Inhaber der Zweitwohnungen wurden im Januar über die bevorstehende Steuer informiert – Tausende Bürger meldeten schon kurz daraufhin ihren Zweitwohnsitz zum Erstwohnsitz um.

 Die Zweitwohnsitzsteuer war schon 2012 angedacht, umgesetzt wurde sie aber erst später.