Ein Artikel der Redaktion

Wie Frauen sich beruflich gegenseitig unterstützen können Vernetzung als Erfolgsrezept

Von Marie-Luise Braun | 11.10.2011, 14:29 Uhr

Wer gut vernetzt ist, hat mehr Erfolg. Das ist nicht erst seit Xing, Facebook und StudiVZ bekannt.

Die Geschichte der studentischen Verbindungen ist lang, es gibt spezielle Veranstaltungen wie die Osnabrücker Mahlzeit – zumeist richten sie sich speziell an Männer. In den vergangenen Jahren schließen sich Frauen verstärkt zu Netzwerken zusammen. Was ist das Besondere daran?

„Netzwerke dienen dazu, sich gegenseitig im beruflichen Kontext zu unterstützen und Informationen auszutauschen, die dafür interessant sein können“, sagt Nena Schröder. Die selbstständige Kommunikationsberaterin ist in zwei Netzwerken dabei. Im Verband deutscher Unternehmerinnen (VDU) und im BPW. Ausgeschrieben nennt dieser Club sich „Business and Professional Women Germany“. In Osnabrück gibt es seit Mai 2006 einen eigenen Standort.

Ziel des Clubs ist es, Frauen nicht nur im Beruf, sondern in allen Lebensbereichen zu unterstützen. Die Mitglieder sollen sich altersübergreifend auch mit Frauen austauschen, die in anderen Berufen arbeiten. Der Club will Impulse geben und bei lokalen Frauenbelangen mitgestalten. Weltweit will das Netzwerk zum Austausch beitragen.

Der VDU hat ähnliche Schwerpunkte. Die Mitglieder wollen zur Gleichberechtigung von Unternehmerinnen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft beitragen und Kontakte zu gesell-schaftlich und politisch wichtigen Gruppen auf lokaler und bundesweiter Ebene herstellen.

Projekte als Hilfsmittel

Unter dem Netzwerk-Gedanken setzt sich der Zonta-Club Osnabrück seit 2002 für die bessere Stellung von Frauen mithilfe von Projekten für benachteiligte und besonders begabte Frauen ein. In dem internationalen Frauenverband haben sich Frauen in verantwortlichen Positionen in Wirtschaft und Verwaltung, Unternehmerinnen und Freiberuflerinnen zusammengeschlossen.

Eine Übersicht über die in Osnabrück tätigen Netzwerke findet sich in der nebenstehenden Box.

Solche Netzwerke helfen dabei, die eigene berufliche Kompetenz zu zeigen und offensiv damit umzugehen. Nena Schröder umschreibt es so: „Frauen trauen sich oft nicht zu sagen, dass sie einen Auftrag haben wollen. Da könnten sie noch dran arbeiten.“ Die Beraterin lächelt.

Mehr Informationen zur Themenwelt Frau Zweitausendelf