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Vierjährige im Krankenhaus Badeunfall im Osnabrücker Moskaubad: Gerettetem Mädchen geht es gut – Vater weist Vorwürfe zurück

Von Wilfried Hinrichs | 29.07.2012, 11:35 Uhr

Der Zustand des vierjährigen Mädchens, das am Freitagabend im Osnabrücker Moskaubad vor dem Ertrinken gerettet wurde, ist stabil. „Das heißt noch nicht, das sie es geschafft hat“, schreibt der Vater auf der Facebook-Seite unserer Zeitung .

In der Familie herrscht dennoch große Erleichterung über das glückliche Ende der dramatischen Ereignisse im Moskaubad. Das Kind war im Nichtschwimmerbecken leblos gefunden worden. Dem Schwimmmeister und einem Arzt war es gelungen, die Vierjährige wiederzubeleben.

Die Umstände des Unglücks sind weiter unklar. Die Polizei versucht aufzuklären, was in den Minuten geschah, bevor die Kleine regungslos im Wasser entdeckt wurde.

Der Vater wehrt sich auf der Facebook-Seite gegen Vorwürfe, er habe die Aufsichtspflicht verletzt. Nach seinen Angaben hatte die ältere, zehn Jahre alte Tochter das Wasser verlassen. Er sei daraufhin ans Becken gegangen und habe der vierjährigen Tochter gesagt, auch sie solle mitkommen. Sie habe antwortet: „Papa, ich bleibe am Rand sitzen, bis du kommst.“ Der Vater kümmerte sich nach eigenen Angaben danach um die Zehnjährige, hängte ihr eine Decke und trocknete sie etwas ab. Dabei habe er für „maximal zwei Minuten“ dem Becken den Rücken zugedreht. In diesem Moment sei die Vierjährige offenbar ins Wasser gefallen.

„Wir sammeln weiterhin alle Informationen und wären dankbar, wenn sich weitere Zeugen melden würden“, sagte die Polizeisprecherin am Sonntag.