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Viele Bestnoten in Osnabrück Steuerfachangestellte so gut wie noch nie

Von Markus Strothmann, Markus Strothmann | 30.06.2016, 22:57 Uhr

54 Damen und Herren legten dieses Jahr an den Berufsbildenden Schulen Osnabrück erfolgreich die Prüfung zu Steuerfachangestellten ab. Auf zehn Zeugnissen stand das Ergebnis „sehr gut“ – das entspricht rund 18 Prozent. So gut waren die Prüflinge in Osnabrück noch nie.

„Entweder waren wir zu human, oder Sie waren zu gut“, sagte Karl Fasel, Ausbildungsbeauftragter der Steuerberater-Kammer. „Zu gut!“ – so tönte es sofort aus mehreren Richtungen zurück. Spitzenreiterin war Katharina Wellmann, die in der mündlichen Prüfung 100 Punkte erreicht hat. Für Karl Fasel war es das erste Mal in seiner Laufbahn, dass er die volle Punktzahl vergeben konnte.

„Sie haben sich einen schwierigen Beruf ausgesucht“

Für jeden, der sich während der Feier im Osnabrücker Haus Rampendahl sein Zeugnis abholte, gab es kräftigen Applaus von Prüfern und Geprüften. „Sie haben sich einen schwierigen Beruf ausgesucht, vielleicht einen der schwierigsten. Sie haben sich mit viel Engagement vorbereitet und ihre Prüfungen bestanden“, gratulierte Wilhelm Bartl. Er stellte fest, dass seit den Prüfungen eine sichtbare Wandlung bei den Absolventen vorgegangen sei. „Jetzt, da die Nervosität weg ist, haben Sie alle eine ganz andere Ausstrahlungskraft!“

Während die Absolventen den Beginn ihres Berufslebens als Steuerfachangestellte feiern durften, markierte der Abend auch einen Abschied für zwei Anwesende: Wilhelm Bartl und Karl Fasel scheiden beide zum nächsten Jahr aus dem Prüfungsausschuss aus. Wilhelm Bartl war rund 20 Jahre lang dabei, und Karl Fasel überreichte ihm einen Blumenstrauß: „Vielen Dank für deine Arbeit und die tollen Jahre zusammen!“ Fasel selbst prüfte 29 Jahre lang, auch für ihn gab es ein Präsent für die langjährige Tätigkeit. Dieter Becker bleibt dem Gremium erhalten.

Beliebter Beruf

Wie Ausbildungsbeauftragter Fasel berichtete, ist der Ausbildungswunsch zum Steuerfachangestellten ungebrochen: Zum 1. Januar 2016 hatten die Kammerbezirke bundesweit 18512 eingetragene Berufsausbildungsverträge gezählt. Damit war der Anteil gegenüber dem Vorjahr erneut angestiegen.