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Vernetzte Landwirtschaft Hochschule Osnabrück kauft Hightech-Trecker von Claas

06.02.2017, 16:52 Uhr

Um Themen wie Digitalisierung in der Landwirtschaft besser erforschen und lehren zu können, hat die Hochschule Osnabrück einen neuen Traktor mit modernster Technik gekauft. Der Claas Arion 420 gilt der grünen Fakultät als „Schlüsselmaschine“.

75 Kilowatt Motorleistung bei 4,5 Liter Hubraum, automatisierter Lastschaltgetriebe, Multifunktionsgriff und Panorama-Kabine: Das sind nur einige Ausstattungsmerkmale des Hightech-Traktors made in Harsewinkel, den Vertreter der Hochschule Osnabrück sowie der Firma Claas jetzt gemeinsam auf dem landwirtschaftlichen Versuchsbetrieb Waldhof in Wallenhorst präsentierten.

„Wir haben mit diesem Modell eine Schlüsselmaschine für das große Thema ,Vernetzte Landwirtschaft‘ erworben“, zitiert die Hochschule in einer Mitteilung den Landtechnikprofessor Hubert Korte von der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur. Vor allem der Bereich des datengestützten Präzisionsackerbaus (Precision Farming) sei für die Landwirtschaft der Zukunft von entscheidender Bedeutung, um Ressourcen durch intelligente Technik einzusparen. Dem Datenübertragungssystem Isobus beispielsweise, das auch bei dem neuen Traktor der Hochschule verbaut ist, komme hier in der Kommunikation zwischen Traktor und Anbaugeräten eine zentrale Rolle zu.

Attraktiv für Studenten

Dieter Trautz, Professor für Agrarökologie und umweltschonende Landbewirtschaftung sowie Leiter der landwirtschaftlichen Versuchsbetriebe der Hochschule Osnabrück, hob die Bedeutung des Einsatzes moderner Maschinen hervor: „Für unsere Studierenden macht es das Studium natürlich attraktiver, wenn sie mit diesen Maschinen arbeiten können. Und sie nehmen diese Erfahrungen mit in die heimischen Betriebe.“ Zahlreiche Wissenschaftler der Hochschule würden sich in Forschungsprojekten mit der Digitalisierung in der Landwirtschaft befassen und dabei sehr praxisorientiert arbeiten. Auch für Mitarbeiter der Versuchsbetriebe sei es unerlässlich, neueste Technik anwenden zu können.

Landmaschinenhersteller Claas verspricht sich vom neuen Traktor eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Osnabrück und den Firmenstandorten zum Beispiel in Harsewinkel und Dissen. Denn immer wieder nutzen Studenten die Möglichkeit, Abschlussarbeiten im Unternehmen zu schreiben, Praktika oder Praxisprojekte zu absolvieren sowie an Exkursionen teilzunehmen. „Dieser Austausch von Wissenschaft und Praxis ist für uns sehr wichtig“, sagte Janina Ostendorf, Senior-Referentin für Hochschulmanagement bei Claas.

Schon der zweite Claas-Traktor

Der Arion 420 ist dabei nicht der erste Traktor der Marke Claas, den die Hochschule Osnabrück einsetzt. Bereits seit Herbst 2014 verfügt sie über einen Superschlepper vom Typ Xerion 5000. Abseits der Äcker hilft dieser etwa bei der Entwicklung eines Sicherheitsassistenten für Traktoren, der zum Beispiel die Gefahren beim Abbiegen verringern soll.