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Unterstützung für Schwerkranke Spes Viva spendet 20.000 Euro für die Palliativeinheit im Marienhospital

Von Kerstin Ostendorf | 24.07.2012, 17:26 Uhr

Es ist ein wichtiger Schritt für Menschen mit einem ganz speziellen Status und einer besonderen Pflegebedürftigkeit im Osnabrücker Marienhospital getan worden: Vor gut einem Monat wurde die Palliativeinheit in dieser Niels-Stensen-Klinik eröffnet. Nun gab es von dem Förderverein Spes Viva eine Geldspende.

Auf der Station G3 im zweiten Obergeschoss der Klinik gibt es seit dem 18. Juni die neue Palliativeinheit. Fünf Betten sind hier für jene Patienten vorgesehen, die schwer erkrankt sind und keine Chance auf Heilung haben. Sie sind in dieser letzten Lebensphase besonders pflegebedürftig und benötigen ärztliche Betreuung, um die Schmerzen zu lindern.

Winfried Hardinghaus, ärztlicher Leiter der Station, legt viel Wert auf das Wohlbefinden seiner Patienten. „Es ist wichtig, dass zum Beispiel das Pflegepersonal genug Zeit hat, sich mit den Patienten zu unterhalten, sich zu ihnen zu setzen oder ihnen zuzuhören“, sagte Hardinghaus.

Das unterstützt auch Reinhold Kassing, Vorsitzender des Fördervereins. Der Verein, der die aktive Sterbehilfe ablehnt und nach einer christlichen Wertvorstellung unheilbar kranken Menschen hilft, unterstützt diese Einrichtung mit 20.000 Euro. „Es ist wichtig eine eigene Palliativstation zu haben, um die Menschen in einer schwierigen Phase zu begleiten“, sagte Kassing.

Das Geld wird für eine ansprechende Einrichtung der Zimmer und für die Kosten des multidisziplinären Palliativteams genutzt. Täglich kümmern sich speziell ausgebildete und geschulte Pfleger, Physiotherapeuten, Ärzte und ein Seelsorger um die Kranken.

Spes Viva unterstützt Menschen und ihre Angehörigen in der letzten schwierigen Lebensphase, sorgt für die Pflege, erfüllt manchmal letzte Herzenswünsche und bietet Hilfe in der Trauerphase.

Schon jetzt, erst vier Wochen nach der Eröffnung, sind alle Zimmer belegt, sodass Rudolf Fissmann, Geschäftsführer des Marienhospitals, bereits weiter denkt: „Wir überlegen, möglicherweise schon zum 1. Oktober die Station um ein Zimmer mit zwei weiteren Betten auszubauen.“ Bislang gab es in der Klinik auf jeder Station einzelne Zimmer für schwer kranke und sterbende Patienten, nicht aber einen eigenen Bereich.