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Unfall und Fahrbahnsanierung Kilometerlanger Stau auf A30 bei Osnabrück

Von Jean-Charles Fays | 31.07.2014, 13:39 Uhr

Auf der A30 bei Osnabrück haben ein Unfall und ein defekter Sattelschlepper am Donnerstag für kilometerlangen Stau in östlicher Richtung gesorgt. Die Situation auf der durch Baustellen verengten Autobahn entspannt sich nur langsam.

Der Rückstau reichte zeitweise von Sutthausen bis nach Laggenbeck. Nach Polizeiangaben war es gegen 15 Uhr bei Hasbergen-Gaste zu einem Rempel-Unfall zwischen einem Auto und einem Lkw gekommen. Verletzt wurde niemand, doch das Auto war nicht mehr fahrtüchtig und der Lkw konnte nicht rangieren, sodass beide Fahrspuren blockiert waren. Zu allem Unglück blieb auch noch bei Sutthausen ein Lkw defekt liegen, was die Situation auf der durch Baustellen ohnehin verengten Autobahn weiter verschärfte. Inzwischen sind die beiden Unfallfahrzeuge laut Polizei abgeschleppt. Die Bergung des liegen gebliebenen Lkw dauert noch an, der Autoverkehr wird halbseitig an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Seit diesem Donnerstag sind mehrere Auffahrten im Südkreuz und im Bereich Nahne gesperrt (wir berichteten). Richtung Amsterdam ist das Abfahren in der Anschlussstelle Osnabrück-Nahne sowohl nach Osnabrück als auch nach GMHütte nicht möglich. Die Zufahrten von der A33 Richtung Amsterdam auf die A30 im Osnabrücker Südkreuz sind ebenfalls vom 31. Juli bis 29. August gesperrt. Autofahrer müssen sich in diesem Zeitraum auf Verkehrsbehinderungen und Wartezeiten einstellen.

Mehr Baustellen während der Ferienzeit in Osnabrück

Während der Bauarbeiten in den Sommerferien wird eine Umleitung über die Anschlussstelle Harderberg eingerichtet. Dort geht es über die Bundesstraße 68 zur B51 und weiter nach Osnabrück oder GMHütte/Bad Iburg. Wer auf der A30 aus Richtung Melle kommt und weiterfahren will Richtung Lotter Kreuz, kann dies auf einer der vier verengten Baustellenspuren, die auf der Gegenfahrbahn eingerichtet worden sind.

Die Sanierung des Streckenabschnitts zwischen dem Südkreuz und der Anschlussstelle Nahne ist Teil der Erneuerung des Flüsterasphalts auf der A30 zwischen dem Autobahnkreuz Osnabrück-Süd und der Anschlussstelle Hasbergen-Gaste, die voraussichtlich im Dezember abgeschlossen sein wird. Der gesamte Verkehr soll ein halbes Jahr lang über vier schmale Baustellenspuren auf der Gegenfahrbahn rollen.

Anlass für die Erneuerung der Fahrbahndecke auf dem insgesamt 5,4 Kilometer langen Abschnitt ist die Abnutzung des vor zehn Jahren eingebauten Lärm mindernden Asphalts. Herkömmliche Autobahnen müssen erst nach 15 bis 16 Jahren saniert werden und sind auch deshalb mindestens ein Drittel günstiger als der Spezialbelag.

Der war 2004 im Rahmen eines Pilotverfahrens erstmals im Osnabrücker Raum verarbeitet worden. Fünf bis sechs Dezibel weniger Lärm verursacht der Verkehr auf dem Spezialbelag. Dadurch sind deutlich weniger Abrollgeräusche der Reifen hörbar, das Material hat allerdings deutlich weniger Klebemittel als der übliche Asphalt. Der Flüsterasphalt nutzt sich aber auch vergleichsweise schnell ab.

Der ADAC warnt vor weiteren Staus zu Ferienbeginn.