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Umbau der Bramscher Straße Konsequent Vorfahrt für den ÖPNV in Osnabrück

Von Franz-Josef Raders | 04.06.2016, 12:30 Uhr

Die Verkehrsplaner wollen dem öffentlichen Personennahverkehr im Norden Osnabrücks konsequent Vorfahrt gewähren.

Ein paar vergleichsweise kleine Eingriffe mit wahrscheinlich großer Wirkung. Wer für Autofahrer die Zufahrt von der Hansastraße zur Bramscher Straße verlängert und erschwert und zugleich den Linienbussen grünes Licht auf kürzeren Wegen gibt, gewährt dem öffentlichen Personennahverkehr konsequent die Vorfahrt.

Peitsche statt Zuckerbrot

Das neue Konzept für die Verkehrsführung im Norden der Stadt wird die Verkehrsteilnehmer wohl nicht derart spalten, wie die noch immer offene Frage einer endgültigen Sperrung des Neumarkts. Die sogenannte Umweltverbundvorrangachse hat aber durchaus das Zeug dazu, zumindest die Autofahrer erneut ins Grübeln zu bringen: Lohnt es sich noch, mit dem Pkw durch die Stadt zu fahren, oder ist jetzt der Punkt erreicht fürs Umsteigen auf den Bus? Diese Frage stellen sich zweifellos immer mehr Osnabrücker. Und Stadtbaurat Frank Otte beantwortet sie indirekt aber eindeutig: Der Autofahrer muss jeden Morgen sehen, wie der Bus an ihm vorbeizieht! Die städtischen Verkehrsplaner bedienen sich also eher der Peitsche als des Zuckerbrots.

Ernsthafte Alternative für viele motorisierte Individualisten?

Zur ernsthaften Alternative wird der öffentliche Personennahverkehr für viele motorisierte Individualisten wohl tatsächlich nur dann, wenn er deutlich schneller ist, als das Auto.