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Thomas-Morus-Schule Osnabrück Rektorin Hildegard Oevermann feierlich verabschiedet

Von Alexandra Bergmann-Thünemann, Alexandra Bergmann-Thünemann | 20.06.2016, 17:00 Uhr

Im feierlichen Rahmen ist am Montagmorgen Hildegard Oevermann, die Rektorin der Thomas-Morus-Schule, in den Ruhestand verabschiedet worden. Den Festakt unterstützten neben zahlreichen Gästen die Big Band und die Theater-AG der Osnabrücker Haupt- und Realschule.

Wilfried Gillmann von der Landesschulbehörde sprach Hildegard Oevermann seine besondere Anerkennung für ihre wertvolle Tätigkeit aus. Der Oberschuldirektorin habe nicht nur dem Wohl der Schule, sondern auch dem Land gedient, betonte er. Er habe Oevermann als vertrauensvollen Menschen schätzen gelernt, der neben den fachlichen Qualitäten auch Zuverlässigkeit und christliche Verantwortung eingebracht habe.

Oevermann war seit 1978 im Schuldienst und hatte seit 1997 die Schulleitung der Thomas-Morus-Schule inne. „Ich habe Sie als belastbare Schulleiterin kennengelernt. Es ist wichtig, dass die Grundmauern stabil sind, damit das Gebäude hält“, lobte Gillmann und überreichte Oevermann die Pensionsurkunde mit ausdrücklichem Dank und Anerkennung.

„Nicht Zahlen, sondern der Mensch zählt“

Schulrätin Maria Schwedhelm nahm in ihrer Rede Anleihen aus der Welt der Musik. Sie sprach von dem Entwicklungspotenzial der Schüler und unterstrich die Notwendigkeit, die Talente herauszukitzeln. „Seit 19 Jahren ist Hildegard Oevermann hier für die Schulentwicklung verantwortlich. Hier geht es nicht nur um ZDF, also Zahlen, Daten Fakten, sondern um das Menschliche, die Entwicklung und was in einem Menschen steckt. Wir sind alle Instrumente Gottes und lassen uns von Gott spielen“, erklärte Schwedhelm.

Anhand der C-Dur-Tonleiter beschrieb sie Hildegard Oevermann. Das tiefe C stehe für christlich, Dialoge und Gespräche, eng an den Menschen. D stehe für „Deutsch ist meine Leidenschaft“ und deutliche Ansagen. E für Eltern – Oevermann habe wohl „Millionen“ von Elterngesprächen geführt. Aber auch für Entspannung, Emotionalität und Empathie. F stehe für die Flüchtlinge, denen sie Anfang letzten Jahres die Tür weit geöffnet habe, außerdem für Fortbildung, Feierkultur und Frohsinn. G stehe für Gemeinschaft und kollegiumsbezogene Kommunikation, auch für Eltern und andere Partner, sowie für Gottesdienste und Friedensgebete. A stehe für Annehmen und Akzeptieren, auch von gelegentlichen Disharmonien. Denn aus Konflikten könne man lernen und reifen. H schließlich stehe für „Hildegard“ – als Respektsperson mit Kontakt auf Augenhöhe.

„Täglich miteinander Schule leben“

Das „TMS“ im Logo der Thomas-Morus-Schule schließlich übersetzte sie mit „Täglich miteinander Schule leben“. Dieses Ideal verkörpere Hildegard Oevermann. „Sie haben die TMS als ,Vielharmonie‘ 19 Jahre lang dirigiert, als lebendiges Orchester mit interessanten Klangfarben“, schloss Schwedhelm.

Pfarrer Dr. Bernhard Stecker von der Christus-König-Gemeinde beschrieb die Schule als Brückenfunktion zwischen der Stadt und dem Landkreis. „Die Schule ist wie eine Brücke als Weg ins Leben, um Kontakte zu schaffen. Sie überwindet Gräben und Abgründe. Hildegard Oevermann steht für die Schule als Brücke durch den Glauben.“