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„Tante Frieda“ in der Lagerhalle Weihnachtsstück für Laiendarsteller von 5 bis 78

Von Ralf Döring | 02.12.2015, 18:37 Uhr

Dezember, sowie am Sonntag, 6. Dezember zeigt die Lagerhalle ein besonderes Weihnachtsstück. Nicht nur die Geschichte ist ungewöhnlich; die Darsteller sind es auch: Sie haben das Stück in den Herbstferien erarbeitet, und sie sind zwischen fünf und 78 Jahren alt.

Mit Laiendarstellerin kennen Katrin Orth und Ralf Siebenand sich aus. Seit vielen Jahren erarbeiten sie als Musiktheater Lupe mit Kindern und Jugendlichen Theaterstücke, bringen den jungen Laiendarstellern singen, tanzen, schauspielern bei. Das Ergebnis in aller Regel: Glückliche Kinder auf und vor der Bühne sowie stolze Eltern. Auch in den letzten Herbstferien hat das Musiktheater Lupe so ein Mitmach-Stück erarbeitet. Der Unterschied diesmal: Auf der Bühne stehen nicht nur Kinder, sondern mehrere Generationen.

Echtes Mehrgenerationenstück

„Zwischen fünf und 78“ seien die Darsteller diesmal beim Stück „Tante Friedas kleines Glück“ dabei, sagt Siebenand . Ein echtes Mehrgenerationenstück: Denn nicht nur Kinder und Senioren haben sich in den Herbstferien zum Theaterspielen getroffen, sondern auch „junge Erwachsene und Menschen, die fest im Arbeitsleben stehen“, sagt Siebenand. Trotzdem ist eine „sehr homogene Gruppe“ gewachsen, sagt er weiter. „Es haben sich fast familiäre Konstellationen herausgebildet.“

Wie immer beim Musiktheater Lupe müssen die Laiendarsteller einiges leisten. Denn die Grundidee für ein Stück bringen Siebenand und Orth zwar mit, aber eigene Initiative bei der Ausgestaltung von Szenen ist Teil des Lupe-Konzepts. So haben die dreißig Beteiligten für eine Szene eigene Figuren kreiert, die die beiden Profis wiederum ins Stück integriert haben. Schwierig sei das gewesen, aber auch „ein langer, kreativer Spaß“.

Ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte

Erzählt wird in dem Stück eine sehr eigene Weihnachtsgeschichte: Tante Frieda möchte gern an Weihnachten die Verwandtschaft um sich haben. Die sagt jedoch ab, stattdessen nimmt Tante Frieda die Menschen auf, die mehr oder weniger zufällig da sind. „Wir verstehen Weihnachten da auch gar nicht religiös, sondern als Symbol für ein Miteinander, für die Aufnahme von Menschen“, sagt Siebenand. Also ein Stück, das man durchaus vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen sehen kann.