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Streifenbeton und Wasserfontänen Der Neumarkt der Zukunft

Von Rainer Lahmann-Lammert | 18.05.2015, 20:10 Uhr

Ein streifenförmiger Betonteppich soll die beiden „Ufer“ des Neumarkts verbinden, Wasserfontänen dämpfen den Lärm von Bussen und vielleicht auch Autos, ein Carrée aus Bäumen macht aus dem Busbahnhof einen kleinen Hain. Das sind die wesentlichen Elemente aus dem Entwurf, mit dem die Landschaftsplaner Cornelia Müller und Jan Wehberg vom Berliner Büro Lützow 7 den Gestaltungswettbewerb für den Neumarkt gewonnen haben.

Autos sind auf den Simulationen von Lützow 7 nicht zu sehen, Busse auch nicht. Immerhin ist die Fahrbahn im Entwurf des Berliner Siegerteams deutlich von den Fußgängerbereichen abgesetzt. Bei der Präsentation im Dezember 2013 wurde betont, dass der Entwurf offen sei für unterschiedliche Verkehrskonzepte, also für die Frage, ob Autos über den Neumarkt rollen dürfen oder nicht.

Zu den Vorgaben des Wettbewerbs gehörte eine zweispurige Fahrbahn, die an das Landgericht herangezogen werden sollte. Damit bleibt an der sonnigeren Nordseite Platz, auf dem sich Straßencafés ausbreiten können.

 Soll der Neumarkt aufofrei bleiben? Stimmen Sie hier ab! Soll der Neumarkt aufofrei bleiben? Stimmen Sie hier ab! Großkronige Bäume sollen dieser neu geschaffenen Aufenthaltszone ein grünes Dach geben. Um die Cafégäste vom Verkehr ein wenig abzuschirmen, setzen Müller und Wehberg auf ebenerdig sprudelnde Wasserfontänen. Sie sollen die „akustische Wahrnehmung“ verändern und ein angenehmes Gefühl entstehen lassen.

Auch dem Busbahnhof am Grünen Brink wollen Cornelia Müller und Jan Wehberg städtebaulichen Glanz einhauchen. Schutzdächer aus blank poliertem Edelstahl und weitere Bäume sollen für eine moderne Optik sorgen.