Ein Artikel der Redaktion

Straße Am Bürgerpark Anwohner ärgert sich über Betonsperre der Stadtwerke Osnabrück

Von Sven Kienscherf, Sven Kienscherf | 22.02.2017, 08:30 Uhr

Florian Hoppe wohnt an der Bramscher Straße. Aufgrund der Baustelle haben Anwohner momentan Schwierigkeiten einen Parkplatz zu ergattern. Grund dafür sei auch eine Betonsperre, die die Stadtwerke ohne Not an einem Durchweg aufgestellt haben. Die Stadtwerke argumentieren mit Denkmalschutz.

Hoppe wohnt zusammen mit seiner Freundin und ihrem gemeinsamen 14 Monate alten Sohn seit 2013 an der Bramscher Straße. Eine durchaus schöne Wohngegend, wie er findet. Derzeit hat er allerdings die Baustelle direkt vor seiner Türe.

Seit September sanieren die Stadtwerke die Kanäle. Voraussichtlich dauern die Arbeiten laut Stadtwerken noch bis April, ursprünglich sollten sie erst im Mai abgeschossen werden. (Weiterlesen: Weiter Ärger über rücksichtslose Radler auf Bramscher Straße) 

In der Folge habe sich die Parkplatzsituation deutlich verschärft, berichtet Hoppe. Auch ohne Baustelle sei es nicht so einfach einen Parkplatz zu ergattern. „Aber das ist halt so, wenn man in der Stadt wohnt.“

Im Zuge der Bauarbeiten muss Hoppe bisweilen weit weg parken, um sein Auto abstellen zu können. „Das ist besonders anstrengend, wenn man ein kleines Kind dabei hat und meistens ja auch noch eine schwere Tasche für das Kind.“

 Über den Weg Am Bürgerpark konnte man eine Zeit lang während der Bauarbeiten von der Lindenstraße zur Wittkoppstraße fahren. Nun ist der Weg wieder gesperrt. Foto: Sven Kienscherf

Dass die Bauarbeiten notwendig seien, stehe außer Frage, sagt Hoppe. „Aber es wird den Anwohnern schwer gemacht, es in der doch langen Bauphase einigermaßen angenehm zu haben.“

Während des ersten Bauabschnitts habe die Stadt eine kleine Durchfahrt an der Straße Am Bürgerpark geöffnet, von der aus man von der Lindenstraße zur Wittkoppstraße fahren konnte. Eigentlich ist dort eine Sackgasse und der Weg ist für Autos gesperrt. „Jetzt haben die Stadtwerke sie wieder blockiert, und ich frage mich warum.“ Der Durchweg habe die Parkplatzsuche leichter gestaltet und den Verkehr entzerrt.

Wie Stadtwerkesprecher Marco Hörmeyer sagt, verlaufe der Weg entlang einer Natursteinmauer. Zwar habe man zu Beginn der Bauarbeiten den Weg für den Verkehr geöffnet und mit Stahlplatten ausgelegt, um die Autos sicher zu führen. „Es hat sich aber gezeigt, dass der Mauer bereits kleine Schäden wie Risse zugefügt worden sind.“ Das wollen die Stadtwerke nicht verantworten; der Weg bleibe gesperrt, so Hörmeyer.