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Staudengarten in voller Blüte Tag der offenen Tür am Campus Haste in Osnabrück

Von Regine Bruns, Regine Hoffmeister | 06.06.2016, 16:46 Uhr

Die Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück hat am Sonntag zu einem Tag der offenen Tür in den Staudengarten auf dem Campus Haste eingeladen. Besucher konnten Garten und Parkanlage erkunden und dabei allerlei lernen.

Der Staudengarten präsentierte sich von seiner besten Seite. Rund um den Teich im südlichen Teil des Geländes standen fast alle Stauden in voller Blüte: Lila Kugeldisteln, roter Mohn und rosa Lupinen sorgten für strahlende Farbtupfer in den Beeten. (Weiterlesen: Parkchaos und Pöbeleien – Haster Campus-Anwohner in Rage)

Pflanzen am richtigen Platz

„Wir präsentieren die Pflanzen so, wie wir sie empfehlen würden zu setzen“, erklärte Jürgen Bouillon, Professor für Gehölzverwendung und Vegetationstechnik an der Hochschule Osnabrück. Im Gegensatz etwa zu englischen Landschaftsgärten, in denen es vor allem auf das harmonische Gesamtbild ankomme und wenig Rücksicht auf die Eigenschaften der einzelnen Pflanzen genommen werde, sei der Staudengarten so gestaltet, dass jede Pflanze den passenden Standort habe. Im hinteren, „waldartigen“ Bereich des Geländes wachsen Farne oder Funkien, in den Beeten eher sonnenhungrige Stauden wie Rittersporn. Wasserpflanzen seien in der Nähe des Teichs und Bachlaufs zu finden, Steingartenstauden im nördlichen Teil des Parks.  (Weiterlesen: Zieht die Hochschule Osnabrück aufs Coca-Cola-Gelände in Haste?)

Lebensmittel testen

Neben Informationen über die richtige Stauden- und Gehölzverwendung konnten sich Besucher bei den Experten über Wasseranlagen- und Teichbautechnik, Baum- und Rosenpflege schlaumachen. Kinder durften Wasserproben aus dem Teich nehmen und unter dem Mikroskop untersuchen oder unter Aufsicht von Maler und Bildhauer Rolf Brüning aus dem „Atelier im Malgarten“ Specksteine bearbeiten. Künstler Ulli Schnöckel aus Ostercappeln und Dirk Höller aus Bad Essen stellten dekorative Metallobjekte aus. 

Das frisch gegründete Kompetenzzentrum „Foodsense“ der Osnabrücker Wissenstransfergesellschaft Science to Business nutzte den Tag der offenen Tür, um Lebensmitteltester zu gewinnen. „Wir suchen Menschen, die Lust haben, neue Lebensmittel zu verkosten und anschließend zu bewerten“, erklärte Projektleiterin Dorothee Frickhofen. Die Tester arbeiten sowohl im Auftrag der Hochschule Osnabrück wie auch von Lebensmittelherstellern.  (Weiterlesen: Unternehmen werben um Studenten – 11. Agrar-Karrieremesse auf dem Campus Haste)

App oder Lageplan?

Um die Eignung zum Verkoster zu prüfen, hatte Foodsense einen Sinnesparcours aufgebaut: Es galt, Farben einem bestimmten Schema zuzuordnen, den Geschmack von verschiedenen Apfelsorten zu unterscheiden und Geruchsproben zu erkennen. „Wir haben aktuell etwa 40 Teilnehmer registriert, darunter viele Studierende“, so Frickhofen. Jedoch müssten alle Altersgruppen abgedeckt werden, damit die Bewertungen entsprechend aussagekräftig seien. 

Studentin Friederike Boldt (25) fragte die Gäste, wie man die Besucherführung im Staudengarten verbessern kann. „Aktuell gibt es nur die Einzelpflanzen-Beschilderung in den Beeten und keinen Übersichtsplan“, erklärte sie. Bei der Befragung, die Grundlage ihrer Bachelor-Arbeit sein soll, will sie herausfinden, ob die Besucher sich eher einen gedruckten Lageplan oder eine mobile App wünschen.