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SPD besucht Horst-Koesling-Schule „Inklusion gibt es nicht zum Nulltarif“

Von Heike Dierks | 01.09.2011, 13:29 Uhr

Der niedersächsische SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Schostok hat sich in der HorstKoesling-Schule über deren Lernangebote informiert und die Möglichkeiten eines künftigen inklusiven Unterrichts ausgelotet.

Einige Schüler der Tagesbildungsstätte der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) forderten die Sozialdemokraten zu einer Tischtennispartie heraus. Beim Gedankenaustausch verdeutlichten die Vertreter der HHO den Gästen, dass eine Umsetzung der Inklusion nicht mit einem Leistungsabbau verbunden sein dürfe. „In vielen Schulen sind derzeit die Eckdaten noch nicht so, als dass bereits inklusiv gearbeitet werden könnte“, mahnte Elisabeth Müller-Suttmeyer von der HHO.

Schostok meinte, dass ein inklusives Denken eine positive Wirkung auf die gesamte Gesellschaft habe. Zugleich stellte er klar, dass seine Partei die hoch spezialisierten Sondereinrichtungen nicht abwerten oder gar alle schließen wolle. Die SPD mache sich für die freie Schulwahl der Eltern stark und für ein Teilhabegeld, das Gehandicapten die „Freiheit der Wahl“ einräume. „So zeigen wir, dass wir Menschen mit Behinderung ernst nehmen“, sagte der Politiker: „Inklusion gibt es nicht zum Nulltarif.“ Ein finanzieller Mehrbedarf in der Einführungsphase sei einzukalkulieren.

Die Horst-Koesling-Schule ist eine staatlich anerkannte Tagesbildungsstätte für Kinder und Jugendliche mit einem Förderbedarf ihrer geistigen Entwicklung.