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Sparkasse behält Gewinne Gar keine Ausschüttung an Osnabrück ist zu wenig

Meinung – Jean-Charles Fays | 08.06.2016, 18:57 Uhr

Gar keine Ausschüttung an die Stadt Osnabrück ist zu wenig. Ein kleiner Teil des Sparkassengewinns als kommunale Unterstützung wären durchaus angebracht.

Osnabrück hatte 2015 trotz Haushaltssperre das zweitschlechteste Ergebnis der vergangenen 20 Jahre und ist nun so klamm, dass die Stadt zum ersten Mal eine Bedarfszuweisung vom Land erhält. Es müssen ja nicht gleich vier Millionen Euro sein. Soviel steckte die Sparkasse in Spenden und Sponsoring für Projekte in der Region.

Kreissparkassen Bersenbrück und Melle schütten mehr als ein Drittel der Gewinne aus

Es muss auch nicht mehr als ein Drittel des Gewinns an den kommunalen Träger weitergereicht werden. So handhaben es die Kreissparkassen Bersenbrück und Melle. Allerdings haben diese auch Gesamtkapitalquoten von 23,9 Prozent und 17,6 Prozent, die Sparkasse Osnabrück hat eine Gesamtkapitalquote von 11,8 Prozent.

Ein Anfang wären schon 450.000 Euro

Daher wäre es schon ein guter Anfang, wenn die Sparkasse Osnabrück 450.000 Euro an ihre Träger Stadt und Landkreis Osnabrück ausschütten würde. Das entspräche 7,42 Prozent des Gewinns und dem durchschnittlichen Anteil der Ausschüttungen am Bilanzgewinn von Sparkassen in Niedersachsen.

Leistungsfähigkeit der Sparkasse Osnabrück würde nicht beeinträchtigt

Die Leistungsfähigkeit der Sparkasse würde dadurch nicht beeinträchtigt. Sie hat jetzt schon mehr Eigenkapital, als sie nach der ab 2019 vorgegebenen staatlichen Gesamtkapitalquote von 10,5 Prozent haben müsste.