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Sozial- und Integrationsministerin Aygül Özkan begrüßt 28 Studierende an der Uni Imam-Weiterbildung geht in die zweite Runde

Von Cornelia Achenbach | 23.09.2011, 15:50 Uhr

Die Imam-Weiterbildung an der Uni Osnabrück geht in die zweite Runde: Gestern begrüßte die niedersächsische Sozial- und Integrationsministerin Aygül Özkan im Osnabrücker Schloss 28 muslimische Studierende aus ganz Deutschland, darunter auch sieben Frauen. Zugleich erhielten die 30 Absolventen des ersten Jahrgangs ihre Abschlusszertifikate.

„Heute bin ich deutlich entspannter als vor einem Jahr“, sagte Vizepräsidentin Prof. Martina Blasberg-Kuhnke. Damals war man sich nicht sicher, ob das Angebot von den Imamen auch angenommen werden würde. Doch heute weiß Prof. Bülent Ucar, Leiter des Zentrums für Interkulturelle Islamstudien: „Das Interesse ist ungebrochen.“ Trotz beruflicher Belastung sei keiner der Imame des ersten Jahrgangs abgesprungen, im Gegenteil: Viele wollten weitermachen, andere wissenschaftliche Angebote nutzen. Das Weiterbildungsprogramm bietet den Imamen neben Landeskunde und Pädagogik auch die Möglichkeit, ihr Deutsch zu verbessern.

Erst am vergangenen Dienstag war der türkische Staatspräsident Abdullah Gül zu Gast an der Uni und hatte dies zum Anlass genommen, die Bedeutung guter Deutschkenntnisse zu unterstreichen. „Es ist eine Bereicherung für alle, wenn Imame religiöse Inhalte auf Deutsch vermitteln können und die deutsche Gesellschaft und unser Rechtssystem kennen“, sagte nun auch Sozialministerin Özkan. Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, befand gar, dass eine Weiterbildung nach Osnabrücker Vorbild an allen Universitäten etabliert werden sollte.